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Leader-Verein muss vorerst nicht im Register eingetragen sein

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Von: Lisa Maria Krause

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Die Musikmarkthalle in Osterburg ist nur ein Vorhaben von vielen, die auf der Liste der möglichen Förderprojekte der Lokalen Aktionsgruppe „Altmark Mitte“ stehen. © Westermann, Thomas

Das letzte Wort, welcher der beiden Vereine denn nun die Leader-Förderung erhält, ist noch längst nicht gesprochen. Das betont auch Heiko Gabriel, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Altmark Mitte“. Dass die Chancen der beiden Vereine ungefähr gleich sind, scheinen auch Aussagen des zuständigen Landesfinanzministeriums zu bestätigen.

Stendal - Um den Zuschlag zu erhalten, muss der Verein noch nicht einmal offiziell eingetragen sein.

Der aktuelle Status der – letzlich aber zwingend notwenigen – Eintragung im Vereinsregister allein habe keinen Einfluss auf die Auswahl oder Nichtauswahl der vorliegenden Lokalen Entwicklungstrategie (LES), wie Pressesprecherin Sandra Peschke auf AZ-Anfrage erklärt. Gemäß des Wettbewerbsaufrufes müssen sich die ursprünglichen LAG nun als juristischer Personen mit eigener Rechtspersönlichkeit organisieren. Viele machen dies als Verein.

Dementsprechend sei es möglich, dass die LES zunächst ausgewählt wird, auch wenn der Verein noch nicht im Register geführt ist. „Die formelle Genehmigung erfolgt aber beispielsweise unter der Bedingung, dass der Verein die Eintragung noch nachweist“, erläutert Peschke. Erst danach wäre die Genehmigung dann rechtswirksam.

Gabriels Haltung zum derzeitigen Entscheidungsprozess könnte mit den Worten „Abwarten und Teetrinken“ beschrieben werden. Laut dem Vereinsvorsitzenden ruht momentan die Arbeit. Natürlich laufe die Vorstandsarbeit und weitere Treffen würden vorbereitet, aber sie müssten gerade vor allem abwarten. Auch wenn Geduld haben verdammt schwer sei, denn das „hat ja auch viel Arbeit gekostet“.

Auf eine mögliche Rivalität zwischen den beiden Vereinen für die Mitte der Altmark will Gabriel sich nicht einlassen. Er wolle nicht, dass die aktuelle Situation als „verbaler Kampf“ in der Öffentlichkeit dargestellt werde. „Wir warten auf den Bescheid“, betont der Vorsitzende.

Dementsprechend will der Chef von „Altmark Mitte“ sich auch nicht zu der Aussage im Strategiepapier der LAG „Mittlere Altmark“ äußern, dass möglicherweise kein Verein den Zuschlag bekommt, wenn sich die Strategien zu sehr gleichen (AZ berichtete). Nur soviel: „Falls Ablehnungsgründe dafür sprechen, kriegt eben keiner das Geld.“

Auf mehr Informationen aus dem Ministerium hofft Gabriel bei der Mitgliederversammlung der bisherigen LAG „Mittlere Altmark“ in Salzwedel, die in der kommenden Woche stattfinden soll. Dabei soll auch die alte Strategie nochmals vorgestellt werden.

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