Privatleute auf Kommunalflächen sehen teure Biotonne

Laub unten: Hansestadt Stendal wartet lieber auf ein Gesamtkonzept

Ein Fahrzeug der Stadtreinigung. Auf der Ladefläche ist Laub. Ein Arbeitet tritt diesess fest.
+
Wie die Stadt Stendal mit dem Laub insbesondere in den kleineren Ortschaften umgehen will, wird sich zeigen.
  • Marco Hertzfeld
    vonMarco Hertzfeld
    schließen

Stendal – Mit der künftigen Laubentsorgung in der Einheitsgemeinde Stendal hat sich der Stadtrat erst einmal nicht weiter befasst. Ein Antrag zum Thema wurde nicht behandelt, auf Vorschlag des Oberbürgermeisters.

Klaus Schmotz (CDU) sprach von der landkreislichen Abfallentsorgungsgesellschaft ALS, Veränderungen und Überlegungen, in die sich die Stadt ruhig einbringen möge. Mit Beschlüssen solle man „nicht etwas tun, was möglicherweise in ein Gesamtkonzept nicht hineinpasst“. Hintergrund sind die neuen Abfallregeln des Landkreises und die ab 2021 eigene Gebühr für die Biotonne.

Ein Antrag des Ortschaftsrates Uchtspringe zielt auf ein Entsorgungskonzept für Laub auf gemeindeeigenen Flächen. Insbesondere der hohe Laubanfall an Straßen mit großen Bäumen werfe nun einmal das Problem der Entsorgung auf, wenn keine Säcke oder Container bereitgestellt und von der Stadt kostenlos abgeholt würden. In der Begründung heißt es: Grundstückseigentümern sei es nicht zu vermitteln, sich extra für dieses Laub eine teurere große Tonne hinzustellen, wenn für das eigene Laub auch der kleinste preiswertere Behälter ausreichen würde.

Der Landkreis Stendal sieht die Zuständigkeit bei den jeweiligen Kommunen. Die Kosten der Laubentsorgung sollen und dürfen demnach nicht auf den Abfallgebührenzahler umgelegt werden.

Jeweilige Gemeinde dafür zuständig

Deshalb gebe es dazu auch nichts in den Satzungen, das Regelwerk samt der neu begriffenen Biotonne ist vor Kurzem beschlossen worden (die AZ berichtete). Gespräche mit den Kommunen in Sachen Laubentsorgung sind bereits angekündigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare