Bausemer zeigt Programm

Landratswahl im November: AfD-Bewerber mit Schule als Schwerpunkt

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Arno Bausemer (l.) und Dietrich Gelhar stellen sich den AZ-Fragen.

Stendal – Nachdem die AfD am Freitag Arno Bausemer mit 42 von 47 möglichen Stimmen zum Kandidaten für die Landratswahl im November gekürt hat, hat er gestern gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden Dietrich Gelhar bei einem Pressetermin das Programm vorgestellt.

Eines seiner Schwerpunktthemen ist die Bildungspolitik.

„Mit mir wird es keine Schulschließungen geben“, sagte Bausemer. Es gäbe immer Möglichkeiten, dies zu verhindern, wie beispielsweise Verbundschulen. Angesprochen auf mögliche Sachzwänge wie Lehrer- oder Schülermangel, die vielfach zu Schulschließungen führen gab es massive Kritik an der Bildungspolitik des Landes. „Mein Sohn hat sich an einer Schule in Sachsen-Anhalt beworben, aber hat die Stelle nicht bekommen“, so Gelhar. Stattdessen sei er nun nach Potsdam gegangen. „Die sind unfähig“, sagte der Kreisvorsitzende in Richtung des Bildungsministeriums.

Bei der Wahl am 10. November tritt er gegen Amtsinhaber Carsten Wulfänger (CDU) und den gemeinsamen Kandidaten von SPD, Linken und Grünen, Patrick Puhlmann an. Auch die FDP unterstützt Puhlmann. Auf seine Chancen angesprochen, schaltete Bausemer direkt in den Wahlkampfmodus: „Die CDU zeigt derzeit Auflösungserscheinungen und Herr Puhlmann hat es nicht einmal in den Stadtrat in Tangermünde geschafft. Mit welcher Berechtigung möchte er jetzt Landrat werden?“, schoss sich Bausemer ein.

Eines seiner zentralen Anliegen im Falle eines Wahlsieges ist es, dass in die sich derzeit im Bau befindliche Landesaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Stendal keine Asylbewerber einziehen. Die Bürger wollten dies nicht und außerdem gebe es keinen Bedarf für 1.000 Plätze, die dort vorgehalten werden.

Im Falle eines Sieges bei der Wahl wolle er, Bausemer, Maßnahmen ergreifen, um die Verwaltung bürgerfreundlicher und effektiver gestalten. Dazu gehörten nicht zuletzt die Öffnungszeiten. „Wenn es nach mir geht, hätte die Kfz-Zulassungsstelle freitags bis 16 Uhr und samstags bis mittags geöffnet. Es kann doch nicht sein, dass die Leute Urlaub nehmen müssen, wenn sie dort hinfahren müssen.“

Gut fünf Wochen hat er wie seine beiden Konkurrenzen nun Zeit, die Wähler zu überzeugen.

VON TOBIAS HENKE

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