AZ-Interview: Jörg Hellmuth (CDU) setzt alles auf neue Karte und will direkt in den Berliner Bundestag einziehen

Der Landrat und sein Schicksalsjahr 2013

Die Hand am Kinn oder nah dran. Diese Geste ist typisch für Jörg Hellmuth. Die politische Haltung ist auch bekannt: Der CDU-Mann will das altmärkische Bundestagsdirektmandat holen. Foto: Hertzfeld

Stendal. Nach 14 Jahren im Amt des Stendaler Landrates wählt Jörg Hellmuth die Veränderung. Der Mittfünfziger will 2013 das Altmark-Mandat holen und für die CDU direkt in den Bundestag einziehen.

Während die politische Konkurrenz nicht mit Kritik spart, sieht sich der Wuster auf dem richtigen Weg, setzt auf seinen hohen Bekanntheitsgrad und eine recht starke Hausmacht. Die AZ hat ihn kurz vor dem Wechsel in sein persönliches Schicksalsjahr 2013 befragt.

Ihr politischer Ziehsohn Carsten Wulfänger hat sich vor einigen Tagen in Ihre Nachfolge als Landrat gezittert. Was wollen Sie in Ihrem Wahlkampf besser machen?

Ich will meine Amtszeit zu Ende bringen und eine ordentliche Übergabe hinbekommen. Ab April werde ich in den Wahlkampf einsteigen und mit den Menschen ins Gespräch kommen. Ob es ein Wahlkampfteam geben wird, ist noch offen. Die ländliche Entwicklung möchte ich gern zu meinem Schwerpunktthema machen.

Sie haben immer betont, auch deshalb gern Landrat zu sein, weil Sie es im schönsten Landkreis Deutschland sein können. Nun zieht es Sie nach Berlin. Wer hat sich verändert – der Landkreis oder Sie?

Ich möchte Bundestagsabgeordneter des schönsten Wahlkreises in Deutschland werden.

An der Stichwahl um den Landratsposten haben keine 17 Prozent der Stimmberechtigten teilgenommen. Könnte das die Folge einer fast 20-jährigen Dominanz Ihrer Partei, der CDU, sein? Getreu dem Motto: Die gewinnen ja eh?

Stichwahlen sollten abgeschafft werden. Mir haben Bürger gesagt, dass sie doch schon gewählt hätten und sich nun fragen, warum sie es ein weiteres Mal machen sollten. Außerdem ist eine Stichwahl terminlich an gewisse Zwänge gebunden. Diesmal sind wir in den Winter gerutscht. Das schlechte Wetter dürfte gerade viele ältere Bürger abgeschreckt haben.

Von Marco Hertzfeld

Das komplette Interview lesen Sie in der gedruckten AZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare