Neue Einschränkungen treten in Kraft

Landkreis Stendal verschärft Lockdown: Nur noch ein Haushalt plus eine weitere Person

Landrat Patrick Puhlmann (SPD, links) mit Amtsleiter Tom Petzholz, Amt für Informationstechnik und Digitalisierung, bei einer Pressekonferenz im Stendaler Landratsamt.
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Landrat Patrick Puhlmann (SPD) und Amtsleiter für Informationstechnik und Digitalisierung Tom Petzholz (rechts) informieren über die aktuelle Corona-Lage und die Digitalisierungsbestrebungen im Landkreis Stendal.
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
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Der Lockdown wird verlängert und die Maßnahmen wieder härter. Bei einer Pressekonferenz informierte Landrat Patrick Puhlmann (SPD) darüber, dass ab heute wieder die ein Haushalt plus eins Regel gelte.

Stendal – Der Lockdown wird länger und erneut härter. Heute soll die neue Rechtsverordnung des Landkreises in Kraft treten, die die Treffen im privaten Raum weiter einschränkt. Ähnlich wie noch zu Beginn des Monats sollen sich erneut nur ein Haushalt und eine weitere Person treffen dürfen, wie Landrat Patrick Puhlmann (SPD) während einer gestrigen Pressekonferenz informierte.

Weitere Maßnahmen seien jedoch zum aktuellen Zeitpunkt und Wissensstand noch nicht geplant. Eine mögliche nächtliche Ausgangssperre, wie sie teilweise gefordert wird, sah er für den Landkreis Stendal als nicht zielführend an. Wenn es neue wissenschaftlich belastbare Erkenntnisse gebe, würde er vor einem solchen Mittel auch nicht zurückschrecken. Aktuell gebe es jedoch keine eindeutigen Hinweise darauf, dass sich das Infektionsgeschehen im Landkreis damit beeinflussen lasse.

Ganz so schlimm wie um Weihnachten sei die Situation im Landkreis noch nicht, jedoch sei die Inzidenz mittlerweile, mit Stand von Dienstagmorgen, innerhalb weniger Wochen, ähnlich wie Ende 2020 auf einen Wert von rund 160 gestiegen. Unter den aktuell 230 positiven Fällen im Landkreis sei 139 mal eine Mutation festgestellt worden – eine Quote von 60 Prozent. 66 Proben seien bisher sequenziert worden. Dabei habe es sich in sämtlichen Fällen um die britische Variante gehandelt. Naheliegend sei es, dass diese für den starken Anstieg der Infektionen zumindest zum Teil verantwortlich sei. Diese gilt als stärker ansteckend, als die ursprüngliche Variante des Virus. Der Verdacht bestehe, weil sich von den Kontaktpersonen in der Quarantäne, aktuell sind dies im Landkreis 823 Personen, mehr infizieren, als in anderen Phasen der Pandemie. Aktuell sei das Infektionsgeschehen unübersichtlich. Während es vor einigen Monaten noch viele Fälle in Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen gegeben habe, gebe es derartige Hotspots momentan nicht.

Eine besondere Last trage außer dem Gesundheitsamt auch das Amt für Informationstechnik und Digitalisierung des Landkreises, wie Amtsleiter Tom Petzholz berichtete. Neben dem digitalen Aufbau des Impfzentrums wurde auch die Digitalisierung der Verwaltung insgesamt vorangetrieben. Ziel sei es dabei, dass jeder Mitarbeiter auch mobil arbeiten kann. Dazu gehöre es auch, jedem die Möglichkeit zu verschaffen, eigenständig an Videokonferenzen teilnehmen zu können.

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