Winterbereitschaft gilt ab 1. Dezember

Landkreis Stendal: Bis zu 48 Tonnen Salz am Tag

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Die Straßenmeistereien in Tangermünde und Osterburg sind auf Schnee und Glatteis vorbereitet.

Stendal – In fünfeinhalb Stunden will der Winterdienst des Landkreises alle seine Zuständigkeitsbereiche bis in den letzten Winkel erreichen, verkündet das Landratsamt zum Start in die Frostsaison. Ab 1. Dezember gilt die Winterbereitschaft.

Bei Glatteis sind drei Stunden die Vorgabe. Die Teams verfügen über sechs Lkw und fünf Unimog, die mit je viereinhalb bis sechs Tonnen Ladung gut einsetzbar seien.

Zu räumen gibt es 473 Kilometer Kreis- und 13 Kilometer Gemeindestraßen. 10.000 Tonnen Salz seien dafür in den Kreisstraßenmeisterein Tangermünde und Osterburg eingelagert. Mit elf Fahrern seien die Straßenmeistereien für einen durchschnittlichen Winter gut vorbereitet. Die Verwaltung hat das Gebiet in elf Streubezirke eingeteilt. In jedem Bezirk werde eines der zur Verfügung stehenden Fahrzeuge eingesetzt. Bei Schneefall oder Glatteis könnten alle elf Fahrzeuge gleichzeitig zum Räumen und Streuen im Einsatz sein.

Jeder Fahrer sei durchschnittlich für 43 Straßenkilometer verantwortlich, wobei im kleinsten Streubezirk 26 Kilometer und im größten 62 Kilometer freizuhalten seien. Um die Wetterlage im Blick zu behalten und die Fahrzeuge zu koordinieren, seien täglich zwei sogenannte Aufklärer unterwegs. Sie würden auch beim Beladen tätig. Freie Straßen soll es im Kreisgebiet wochentags von drei Uhr nachts bis 20 Uhr abends geben. An den Wochenenden gilt die Ankündigung für fünf Uhr morgens bis 15 Uhr nachmittags.

Mit den Nachbarbehörden des Bördekreises und Altmarkkreises Salzwedel seien Vereinbarungen für eine „möglichst effektive Räumung“ getroffen worden. Somit soll für die Räumfahrzeuge eine bereits „angefangene Straße“ auch über die Kreisgrenzen hinaus räumbar sein, teilt Stendals Kreisverwaltung in einer Presseinformation mit.

Bei Glatteis sollen durch die Winterdienstler zehn Gramm Streusalz pro Quadratmeter auf die Straße gebracht werden. Hochgerechnet würden im Landkreis insgesamt 24 Tonnen bei jedem Einsatz auf den Straßen landen. Bei Schneefall seien es sogar 48 Tonnen.

Gearbeitet werde nach der sogenannten Feuchtsalz-Technologie. Dabei werde Trockensalz angespart und die Liegedauer des Materials erhöht. Das Salz werde dabei auf einem hinten am Fahrzeug befindlichen Streuteller mit einer 18-prozentigen Magnesiumchlorid-Sole gemischt. sg

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