Testpflicht seit heute / Stadtverwaltung will Dienstleistungen ermöglichen 

Landkreis Stendal setzt wieder auf Termine

Eine Treppe führt zum Testzentrum.
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Der Landkreis Stendal verzeichnet aktuell 14 Schnelltestzentren. Um den Stendaler Marktplatz herum hat sich ein vielfältiges Angebot gebildet.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Mit der neuen 3G-Regel am Arbeitsplatz kommen viele Änderungen auf die Bürger zu. Während die Hansestadt darauf bislang verzichtet, plant die Kreisverwaltung erneut den Zugang nur nach Terminvergabe und zusätzlich 3G. 

Stendal – Zwischenzeitlich waren einige Corona-Testzentren schon wieder abgebaut worden. Zu gering der Bedarf für die Kosten, die wegen ihres Betriebs entstehen. Mit dem heutigen Tag, 24. November, muss sich zeigen, ob die Testmöglichkeiten noch ausreichen. Rund 65 Prozent der Landesbewohner sind geimpft – der Rest muss ab heute mit einem aktuellen Coronatest zur Arbeit kommen.

In den vergangenen Monaten war es eher ruhig, resümiert Thomas Kühn, Leiter des Testzentrums am Gesundheitsstudio Galaxy. Von fast keinem Test pro Tag ging es dann in der vergangenen Woche steil bergauf. Immerhin deutlich zweistellig war die Zahl der Interessenten am Wochenbeginn. „Montag waren es dann wieder viermal so viele“, stellt Kühn einen rasanten Anstieg fest. Mit den bis Dienstagnachmittag eingegangenen Testanmeldungen bewege man sich noch in einem zweistelligen Bereich, aber mit denen, die ohne Anmeldung vorbeikommen, werde es sicher locker dreistellig, schätzt Kühn die Nachfrage ein. Wie es sich weiterentwickeln werde, sei jedoch schwierig abzuschätzen. Sollten sich tatsächlich 2G-Konzepte weitreichend durchsetzen, wären Tests natürlich wertlos. Momentan müsse jedoch mit den Regeln, die bekannt sind, geplant werden. Bis zu 1248 Tests am Tag erlaubt das System zur Voranmeldung an der Erich-Weinert-Straße. In jeweils fünfminütigen Abständen können bis zu acht Personen gleichzeitig getestet werden. Nicht alle Anbieter von Schnelltests bieten diese bereits ab 7 Uhr an. Ob das Angebot für das Testaufkommen in den nächsten Wochen ausreichen wird, muss sich zeigen. Es gebe jedoch auch einen gewissen Teil von Personen, die sich am Vorabend testen lassen, da die Ergebnisse für 24 Stunden gültig sind, gibt Kühn zu bedenken.

Trotz der Umstellung auf 3G am Arbeitsplatz und der Einführung einer Homeoffice-Pflicht werde es voraussichtlich nicht zu Einschränkungen der Sprechzeiten im Stendaler Rathaus kommen, erklärt Axel Kleefeldt, Stellvertretender Oberbürgermeister, auf AZ-Anfrage. „In einigen Ämtern ist Homeoffice an Sprechtragen ohnehin nicht möglich“, stellt er dazu fest. Das gelte beispielsweise auch für das Einwohnermeldeamt. Schließlich müssten die öffentlich-rechtlichen Dienstleistungen erbracht werden. Eine 3G-Zutrittsregelung ergebe sich im Übrigen nicht. Dafür seien weitere Vorgaben des Landes Sachsen-Anhalt notwendig.

Anders wird das in der Kreisverwaltung gesehen: Ab Donnerstag, 25. November, werden die Gebäude wieder geschlossen. Besuche sind dann, so wie zuvor während der Pandemie, nur noch nach Terminvereinbarung und unter Einhaltung der 3G-Regeln möglich. Ähnliche Einschränkungen könnten auch für die Sitzungen des Kreistags und seiner Ausschüsse kommen. Die Entscheidung darüber treffe der jeweilige Sitzungsleiter, erläutert Angela Vogel, Leiterin des Büros des Landrates. Dieser habe bereits für die Sitzungen unter seiner Leitung, wie den Kreis-, Vergabe- und Personalausschuss, am Donnerstag, 25. November, um 15.30 Uhr im Landratsamt 3 G festgelegt. Für die kommende Sitzung des Kreistages am Donnerstag, 9. Dezember, gebe es noch keine derartige Information.

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