Bundesnotbremse fällt / Eindämmungsverordnung bleibt bestehen

Landkreis Stendal: Neue Chancen für Gastro und Touristik

EIn Koch richtet eine Speise an.
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Mit den sinkenden Inzidenzzahlen und dem daraus folgenden Wegfall der Bundesnotbremse ergeben sich für die Gastronomie wieder Öffnungsperspektiven. (Symbolbild)
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
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Gastronomie und Tourismus haben ab heute neue Chancen, endlich etwas gegen die Defizite der vergangenen Monate zu tun. Mit den sinkenden Inzidenzen dürfen wieder Gäste empfangen werden. 

Stendal – Mit den sinkenden Inzidenzen und dem daraus folgenden Außerkrafttreten der Bundesnotbremse bleibt im Landkreis – zumindest vorerst – nur die aktuelle Eindämmungsverordnung in Kraft. Das bedeutet für die Bürger auch einen Wiedergewinn an Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, denn: Gaststätten dürfen sowohl im Außen- als auch im Innenbereich von 6 bis 22 Uhr öffnen.

Grundlage dafür ist die Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln. In geschlossenen Räumen darf eine Person pro 2,5 Quadratmeter anwesend sein, außerhalb gibt es nach der 13. Eindämmungsverordnung jedoch keine Begrenzung. Auch wenn die Quadratmeterzahlen einiges zulassen müssen die Tische so angeordnet sein, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu den Gästen an anderen Tischen sichergestellt ist. An diesen dürfen außerdem nur jeweils sechs Personen platznehmen. Sollten diese aus verschiedenen Haushalten stammen, ist die Personenzahl auf fünf begrenzt. Mit einer Einschränkung ist jedoch weiterhin zu rechnen: Gäste müssen ein negatives Testergebnis vorlegen oder einen Test vor Ort machen, der negativ ausfällt. Die üblichen Ausnahmen von der Testpflicht, für bis Sechsjährige ohne Symptome, Geimpfte und Genesene, gelten auch in diesem Fall.

Gute Neuigkeiten bedeutet der Fall der Bundesnotbremse auch für Tourismus und Gastgewerbe: Unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln dürfen Personen wieder beherbergt werden. Allerdings müssen Gäste zu Beginn des Nutzungsverhältnisses einen Coronatest machen und diesen alle 48 Stunden wiederholen. Auch Camping und Wohnmobilstellplätze, Ferienhäuser und -wohnungen dürfen wieder geöffnet werden. Bei diesen ist nur bei der Ankunft ein Test beziehungsweise das Vorlegen eines negativen Testergebnisses vorzulegen, sofern die Gäste aus einem Hausstand stammen oder maximal fünf Personen einem weiteren angehören. Kinder bis 14 Jahren werden auch in diesem Fall nicht mitgezählt. Außerdem dürfen die Gemeinschaftseinrichtungen nicht genutzt werden und die Gäste sich selbst versorgen – sonst gilt auch bei dieser Unterbringungsart die 48-Stunden-Regel.

Auch der Einzelhandel darf ebenfalls wieder öffnen, weiterhin gilt jedoch die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Für die Altmark Oase und andere Bäder im Kreisgebiet werde eine Öffnung für Juni oder die kommende Woche anvisiert, heißt es aus dem Rathaus. Die Abstimmungen zu den dafür notwendigen Details, ob beispielsweise eine Testpflicht besteht, würden aktuell geprüft.

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