Gemeinden sollen jeweils 24 Einsatzkräfte pro Woche anmelden

Impfung für Feuerwehrleute

Das Stendaler Impfzentrum ist mit Zelten erweitert worden.
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Um mehr Wartebereich zu schaffen stehen vor dem Impfzentrum an der Osterburger Straße mittlerweile Zelte. In Zukunft sollen mehr als 400 Impfungen pro Tag möglich sein.
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
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Feuerwehrleute im Landkreis Stendal sollen in den kommenden Wochen ein Impfangebot erhalten. Dabei gibt es für jede Gemeinde ein gewisses Kontingent. Ab Juni soll der Rest folgen. 

Stendal – Im Stendaler Impfzentrum werden aktuell 360 Termine pro Tag abgearbeitet. Wie Landrat Patrick Puhlmann (SPD) am Dienstag bei einer Video-Pressekonferenz erklärte, habe die Erfahrung der vergangenen Wochen gezeigt, dass eine Taktzahl von über 400 möglich sei und in der nächsten Zeit erreicht werden soll. Auch Feuerwehrleute erhalten jetzt nach und nach die Möglichkeit, einen Impftermin zu bekommen.

Am Montag habe der Landkreis die Kommunen aufgefordert, dass sie pro Woche jeweils 24 Feuerwehrmitglieder auswählen sollen, die dann im Impfzentrum einen Termin erhalten, berichtete der Landrat. Das entspräche dann 216 Impfungen pro Woche. Ab Juni, so der aktuelle Stand, sollen dann diejenigen einen Termin bekommen, die in dieser Initiative nicht enthalten waren. Neben der Anmeldung über die Gemeinden hätten Feuerwehrkräfte aber auch die Möglichkeit, sich individuell über Tel. 116 117 einen Termin zu besorgen.

Grundlage dafür sei, dass das Land Sachsen-Anhalt klar gemacht habe, dass Feuerwehrangehörige in der Prioritätsgruppe 3 „zuvörderst“ zu impfen seien. Dabei sei innerhalb der verschiedenen Landkreise bei den Prioritätsgruppen 2 und 3 immer mit kleinen Unterschieden zu rechnen. Die Impfreihenfolge scheine nicht mehr zu stark mit den Priorisierungen zusammenzuhängen, stellte Puhlmann fest.

Die Taktzahlerhöhung der Impfungen führe jedoch nicht zu einem gleichen Anstieg bei den Erstimpfungen, wie Puhlmann erläuterte. Diese machten zwar den größten Teil aus, aber zunehmend fielen darunter auch die notwendigen Zweitimpfungen. Bei diesen bat der Landrat die entsprechenden Bürger, ihre Termine einzuhalten. Verschiebungen seien nur in dringenden Ausnahmefällen, wie beispielsweise einem Krankenhausaufenthalt, möglich.

Um die Kapazität des Impfzentrums zu erhöhen, wurden große Festzelte auf dem ehemaligen Parkplatz auf der Fläche davor aufgestellt (AZ berichtete). Parkplätze sind an der Osterburger Straße ausgewiesen. Es gebe nur einen einzelnen barrierefreien Parkplatz, der für die zur Verfügung stehe, die wirklich nicht anders zur Impfung kommen könnten. Wenn dennoch zu viele Impfwillige versuchen direkt vorzufahren, könne dies zu Verstopfungen führen.

Als weiteren Hinweis, um die Arbeit im Impfzentrum zu entschlacken, folgte erneut der Hinweis, dass Bürger möglichst pünktlich zu ihrem Impftermin erscheinen. Immer wieder gebe es Unmut, wenn sich eine Schlange bilde, weil Einzelne eine halbe oder sogar ganze Stunde zu früh sind und dann vor denen stehen, die ihren Termin in fünf Minuten haben. Sorgen machen, wegen einer kleinen Verspätung keine Impfung zu bekommen, müsse sich niemand. Wenn es alle schaffen, möglichst exakt zu ihrem Termin einzutreffen, könnte auch am besten eine Schlangenbildung verhindert werden.

In Gemeinschaftseinrichtungen wie Altenpflegeheimen und Kindereinrichtungen gebe es weiterhin ein Infektionsgeschehen. Auch bei Personen, die bereits zweimal geimpft worden sind. „Auch das gehört zur Wahrheit dazu“, sagte Puhlmann. Allerdings sei es ebenso ein Fakt, dass diese Geimpften, die getestet werden, nur moderate Krankheitsverläufe zeigten oder sogar asymptomatisch seien. Der Test schlage trotzdem an und zeige somit die Infektion.

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