Besucherzahl seit letzter Aktion halbiert / Angela Vogel: Wir denken, dass jede Person, die den Weg zum Impfzentrum oder zu Sonderimpfaktionen findet und sich impfen lässt ein Erfolg ist“

Landkreis Stendal: Gesunkenes Interesse an Sonderimpfaktion

Nur ein sehr geringer Andrang herrschte bei der jüngsten Impfaktion im Berufsbildungszentrum in Stadtsee.
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Mit sonderlich langen Schlangen müssen sich die Helfer bei der Impfaktion im Berufsbildungswerk nicht auseinandersetzen.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Die Impfkampagne läuft weiter. Die Sonderimpfaktionen wurden bisher gut angenommen. Die neuste ist jedoch auf geringeres Interesse gestoßen.

Stendal – Im Vergleich zur vorherigen Sonderimpfaktion am Supermarkt an der Industriestraße fanden am Mittwoch, 18. August, relativ wenig Menschen den Weg zum Stendaler Berufsbildungswerk (BBW).

Während vor wenigen Wochen 565 Personen geimpft wurden, gab es am Mittwoch nur 243 Interessenten. Als einen Misserfolg will der Landkreis die Aktion jedoch nicht werden: „Wir denken, dass jede Person, die den Weg zum Impfzentrum oder zu Sonderimpfaktionen findet und sich impfen lässt ein Erfolg ist“, erklärt Angela Vogel, Leiterin des Büros des Landrates, auf AZ-Anfrage. Wie bei der vorherigen Sonderaktion zeigte sich der Einmal-Impfstoff von Johnson und Johnson wieder als beliebter. 144 Personen wählten diesen. Das Biontech-Vakzin wurde 99 mal verimpft. Unter den Impflingen waren auch 30 Kinder und Jugendliche.

Zufälligerweise wurden im Impfzentrum am selben Tag ebenfalls 243 Impfungen vorgenommen. Diese Zahl liegt höher, als die zuvor kommunizierte Auslastung des Impfzentrums, die Anfang des Monats noch mit 100 bis 160 pro Tag angegeben wurde (AZ berichtete). Einen Anstieg der Impfbereitschaft bedeuteten diese Zahlen jedoch nicht. Die Erstimpfungen lägen derzeit seit mehreren Wochen bei rund 50 pro Tag. Ein grundsätzliches und signifikantes Ansteigen der Impfbereitschaft könne nicht beobachtet werden, erläutert Vogel.

Der Landkreis hatte die Aktion mit einem besonderen Fokus auf Personen mit Migrationsgeschichte angekündigt. Deshalb standen auch Sprachmittler zur Verfügung. „Eine mögliche Sprachbarriere zeigte sich nicht als Problem. Die Menschen mit Migrationshintergrund hatten stets eine Begleitung dabei, die sie bei der Verständigung unterstützt haben“, teilt Vogel mit. Der angekündigte Folgetermin am 8. September am selben Ort soll überwiegend wie geplant stattfinden. Allerdings werden die Öffnungszeiten auf 9 bis 12 Uhr verkürzt. sth

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