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Landkreis Stendal: Fördergeld für Hoppelpiste Heeren

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Von: Stefan Hartmann

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Die Pflastersteine der Ortsdurchfahrt Heeren sind beschädigt.
Die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Heeren ist wegen Kostenerhöhungen schon einmal wieder verworfen worden. Voraussichtlich 2023/2024 soll das Projekt wieder aufgenommen werden. © Hartmann, Stefan

Der Landkreis kann sich auf einen Geldsegen freuen: 6,5 Millionen Euro stellt das Land für marode Kreisstraßen zur Verfügung. Wie die Kreisverwaltung das Geld einsetzen will, steht mittlerweile fest.

Stendal – Insgesamt 60 Millionen Euro stellt das Land Sachsen-Anhalt zur Verfügung, um Kreisstraßen zu sanieren. Im Landkreis Stendal kommen davon rund 6,5 Millionen Euro an. Für alle Projekte wird das deutlich nicht reichen: ungefähr 290 Kilometer Straßen im Landkreis stammen noch von vor 1990, eine Brücke sogar aus der Kaiserzeit. Aber immerhin für einen Teil der Brücken und Straßen soll es mit dem Geld vorangehen.

Los gehen soll es im Norden des Landkreises: Der nächste Bauabschnitt der K1020 Seehausen-Geestgottberg soll noch im laufenden oder im kommenden Jahr das erste Projekt sein, das von den Fördermitteln profitiert, erklärt Thomas Müller, Leiter des Kreisstraßenbauamtes. Voraussichtlich im kommenden Jahr soll die Brücke an der K1062 und die Ortsdurchfahrt Iden erneuert werden. Die Brücke ist nicht für heutige Belastungen ausgelegt – weshalb sie mit einer Sperre versehen ist, damit sich keine zwei schweren Fahrzeuge auf ihr begegnen können. Ebenfalls auf straßenbautechnische Aufmerksamkeit freuen können sich die K0136 zwischen Hämerten und Storkau, voraussichtlich 2024 oder 2025 sowie die K1183 und die Brücke bei Uchtdorf 2024.

Vorsichtiger Jubel darf auch in Heeren aufkommen: Die Sanierung der Ortsdurchfahrt war wegen zu stark steigender Baupreise schon einmal wieder abgesagt worden. Die damals aufgebrachten Flicken lösen sich teilweise auch schon wieder auf. Nun soll es 2024/2025 soweit sein. Die alten Pflastersteine sollen entfernt und mit einer flachen Asphaltschicht ersetzt werden. Der Denkmalschutz stehe dem Projekt nicht im Weg, wie Müller auf AZ-Nachfrage bestätigt. Die Steine sind beschädigt, gehen weiter kaputt und lösen sich langsam auf. Allerdings kann sich der Landkreis nicht allein um die gesamte Ortsdurchfahrt kümmern. Nördlich der Straße Am Denkmal handelt es sich nicht um eine Kreisstraße: Sie gehört der Stadt Stendal und kann daher nicht aus dem Landesfördertopf für Kreisstraßen ausgebaut werden.

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