Beschaffung kann bis Ende des Jahres dauern / Noch keine Förderrichtlinie

Landkreis Stendal: CO2-Messgeräte für Schulen geplant

CO - Ampel in der Globus Gesamtschule am Dellplatz in jeder Klasse.
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Schon bald können die ersten CO2-Ampeln auch in den Schulen im Landkreis Stendal auftauchen.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Lange dauert es nicht mehr, bis die Schulzeit wieder beginnt. Nach einer Information des Landes Sachsen-Anhalt soll die Beschaffung von CO2-Ampeln für Klassenräume gefördert werden. Stadt und Landkreis bereiten dies vor.

Stendal – In nicht einmal mehr einer Woche enden die Sommerferien und der Schulbetrieb startet erneut. Bei deutschlandweit steigenden Corona-Zahlen stehen auch die altbekannten Fragen nach Lüften, Abständen und Tests wieder im Raum. Für die CO2-Ampeln, die dabei helfen sollen, zu erfassen, wann gelüftet werden muss, hat das Land Sachsen-Anhalt kürzlich verkündet, dass es Fördermittel geben soll, um die Geräte zu beschaffen.

„Das Land Sachsen-Anhalt hat verlauten lassen, dass die Kommunen die Beschaffung der Ampeln in Eigenregie übernehmen sollen. Bei einer Großbestellung durch das Schulministerium müsste aufgrund der rechtlichen Wertgrenzen europaweit ausgeschrieben werden. Wenn jeder Schulträger für sich selbst beschafft, besteht dieses Risiko nicht“, fasst Stadtsprecher Armin Fischbach die aktuelle Lage zusammen. Die Mitarbeiter des städtischen Sachbereichs für Kitas und Schulen hätten bereits eine Bedarfsanalyse in den Schulen in städtischer Trägerschaft unternommen, führt Fischbach weiter aus. „Weiterhin werden gerade Angebote eingeholt, um einen groben Überblick über die anfallenden Kosten zu bekommen.“

Noch unklar sei jedoch der genaue Ablauf. Es werde auf weitere Informationen von Landesseite oder „im Idealfall natürlich eine entsprechende Förderrichtlinie, die das ganze Verfahren regelt,“ gewartet. Mehr als die Information, dass es eine Förderung geben solle, läge der Hansestadt bislang nicht vor. Auch wenn die Verwaltung bereits Anfang des Monats die Wichtigkeit von CO2-Ampeln betonte (AZ berichtete), wurden noch keine Bestellungen ausgelöst. Ein Glücksfall, wie auch der Landkreis auf AZ-Anfrage erklärt. „Hätte der Landkreis vor dem 9. August die Geräte beschafft, würde der Landkreis keine Förderung für die CO2-Ampeln erhalten“, stellt Angela Vogel, Leiterin des Büros des Landrates, fest. Wenn alles nach Plan laufe, sollen alle Räume bis Ende des Jahres mit CO2-Ampeln ausgestattet sein. „Dies ist immer auch abhängig von Lieferzeiten des Ausstatters / der Firma“, gibt Vogel zu bedenken. Insgesamt 645 Geräte werden für die Klassen- und Fachunterrichtsräume der landkreiseigenen Schulen beschafft. Der Landkreis rechne mit rund 200 000 Euro Kosten für die Beschaffung. Die Hansestadt muss deutlich weniger Geräte beschaffen. 107 Räume benötigen diese, heißt es in der Antwort des Stadtsprechers. Da noch Angebote eingeholt würden, könnten jedoch noch keine konkreten Zahlen und Lieferdaten genannt werden. Allerdings erklärt Fischbach auch: „Wir werden jedoch unser Möglichstes unternehmen, um schnellstmöglich genügend Ampeln für die Klassenräume zu beschaffen.“ Es würden derzeit Kosten im fünfstelligen Bereich angenommen.

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