Ausgangssperren ab 200 möglich

Stendal: Inzidenz schwankt knapp unter 100 – Infektionen aus anderen Landkreisen

Eine Laborarbeiterin sortiert Teströhrchen.
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Von 72 Mutationsfällen sind im Landkreis 54 Proben sequenziert worden. Bei allen handelt es sich um die britsche Variante.
  • Stefan Hartmann
    vonStefan Hartmann
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Aktuell scheint sich die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis auf einem Wert knapp unter 100 einzupendeln. Sollte sie jedoch massiv ansteigen, sind auch Ausgangssperren nicht auszuschließen.

Stendal – Die Corona-Infektionen im Landkreis Stendal haben sich mehr oder weniger auf einen Wert knapp unter 100 eingependelt.

Während die Sieben-Tage-Inzidenz Ende Februar noch bei 73,7 lag, stiegen die Zahlen bis zum 6. März auf 98,9 an. Seither ist es ein beständiges Auf und Ab: 91,7 am Montag, 8. März. Tags drauf nur noch 86,3 und Mittwoch erneut 91,7. Zu Heute wurde ein Inzidenzwert von 92 gemeldet.

Einen bestimmten Hotspot, der für die gestiegenen Werte im Landkreis verantwortlich ist, gebe es jedoch, so Landkreispressesprecherin Sabrina Lamcha auf AZ-Anfrage, nicht. „Es gibt keine Hotspots, wir haben ein allgemeines Infektionsgeschehen im Landkreis. Die Übertragung erfolgt im Arbeitsumfeld und in den Familien“, stellt die Sprecherin klar. Allerdings, so fügt sie hinzu, liegen die Infektionsherde teilweise auch in anderen Landkreisen.

Mit Stand von Mittwochmorgen seien dem Landkreis 72 Mutationsfälle im Landkreis bekannt. Von diesen seien 54 sequenziert worden. „Bei allen diesen handelt es sich um die britische Variante“, informiert Lamcha. Wie sich der Landkreis auf einen möglichen erneuten Anstieg der Infektionszahlen vorbereitet, steht noch nicht fest. „Verwaltungsrechtliche Schritte werden vorbereitet“, verspricht Lamcha jedoch. Die Maßnahmen, die dann auf Landkreisbewohner zukommen, sind jedoch in der aktuellen Eindämmungsverordnung geregelt:

Sollte eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 über einen Zeitraum von drei Tagen anhalten sind Landkreise und kreisfreie Städte ermächtigt und verpflichtet, ab dem zweiten darauffolgenden Werktag die Kontakte per Rechtsverordnung einzuschränken. Dazu gehört, dass der Aufenthalt im öffentlichen Raum ausschließlich alleine, im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person plus Kindern, die das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gestattet ist. Private Zusammenkünfte und Feuern sind dann im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands und einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Aufgehoben werden kann die Regel, nachdem der Inzidenzwert drei Tage unter 100 liegt ebenfalls ab dem zweiten darauffolgenden Werktag. Zusätzliche lokale Maßnahmen, die nach dem Verordnungstext unter anderem auch weitgehende Ausgangsbeschränkungen umfassen können – ab einem Inzidenzwert von 200 ab einer Dauer von fünf Tagen – sind möglich.

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