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Landkreis Stendal setzt Hoffnungen auf kostengünstige Airserver in Schulen

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Von: Lisa Maria Krause

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Die beiden sitzen nebeneinander und Hellge zeigt auf ihrem Tablet eine Webseite, die sie zugleich per Beamer an die Wand wirft.
Schulleiterin Jessika Hellge zeigt mit Landrat Patrick Puhlmann (SPD), wie sie eine Webseite von ihrem Tablet auf den Beamer überträgt. © Krause, Lisa Maria

Es könnte eine Alternative zum üblichen Ausbau im Rahmen des Digitalpakts sein: In der Stendaler Comenius-Schule wurden in Vorbereitung auf das neue Schuljahr sogenannte Airserver eingebaut.

Stendal - Für Schulleiterin Jessika Hellge ist das keine bloße Zwischenlösung: „Sondern in meinen Augen die Lösung.“

Für Hellge und Landrat Patrick Puhlmann (SPD) sind sowohl der Kostenfaktor als auch die schnelle Installation der neuen Präsentationstechnik entscheidend, wie sie bei einem Pressegespräch erklären. Ein Airserver ist ein Beamer, der einen eigenen Server besitzt und damit auch Wlan anbietet, erläutert Puhlmann. Darin können sich die Schüler mit ihren eigenen oder von der Schule bereitgestellten Geräten einloggen und ihre Arbeiten präsentieren.

Umständliches Übertragen von Dateien auf den Computer im Klassenraum entfällt. Die Schulleiterin rechnet vor: Für eine digitale Tafel müssen für jeden Raum jeweils 10 000 Euro ausgegeben werden. Derselbe Geldbetrag wurde investiert, um in der Ganztagsschule zehn Räume mit Airservern auszustatten.

Der Beamer überträgt die Bildschirme von zwei Geräten.
Über den Airserver können auch mehrere Schüler zugeschaltet werden. © Krause, Lisa Maria

Hellge sieht klare Vorteile, denn egal was für ein Gerät, das Einloggen sei möglich. Zudem könnten die Schüler auf ihren Geräten verschiedenste Programme und auch kostenlose Apps nutzen, um beispielsweise Stop-Motion-Videos anzufertigen und diese dann zu präsentieren. Und: „Ich kann sie dabei angucken“, betont Hellge, während sie die Technik an ihrem Lehrergerät vorführt.

Auch ein Vergleich der Schüler sei möglich. Bis zu 32 Schüler können sich mit ihren Geräten aufschalten. Aber auch die Sicherheit soll nicht zu kurz kommen: Der Lehrer könne jederzeit bestimmen, wer sich einklinken darf, und könnte auch Übertragungen abbrechen. Ein eingebauter Jugendfilter in der Firewall stellt sicher, dass keine unangebrachten Internetseiten aufgerufen werden. Dass die eigenen Bilder auf den Geräten nicht jugendfrei sein könnten, sei aber nicht auszuschließen.

„Vielleicht ist das jetzt hier die innovative Lösung“, sagt Puhlmann zu den Airservern. Sie seien deutlich kostensparender. Die Comenius-Schule ist damit auch eine Art Modellprojekt. Die Umsetzung dort war aus Eigeninitiative von Hellge entstanden. Sonst würde in der Stendaler Sekundarschule erst 2024 der Digitalpakt umgesetzt.

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