Areal für den Hubschrauber ist als Standort für geplante Bildungseinrichtung im Gespräch

Ausweich-Landeplatz für Johanniter-Krankenhaus könnte Schule weichen

Normalerweise landet der Hubschrauber im Einsatzfall auf dem Dach des Johanniter-Krankenhauses. Lässt das Wetter dies nicht zu, wird ein Ausweichlandeplatz angeflogen. Dieser könnte bald einem Schulneubau weichen müssen.
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Normalerweise landet der Hubschrauber im Einsatzfall auf dem Dach des Johanniter-Krankenhauses. Lässt das Wetter dies nicht zu, wird ein Ausweichlandeplatz angeflogen. Dieser könnte bald einem Schulneubau weichen müssen.
  • Mike Höpfner
    vonMike Höpfner
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Stendal. Die Stadt hat bereits zu Beginn des Jahres einige sprichwörtliche Baustellen auf ihrer Agenda. Bereits seit dem vergangenen Jahr ist man auf der Suche nach einem neuen Standort für die Grundschule „Petrikirchhof“ (AZ berichtete).

Dafür gibt es momentan zwei Örtlichkeiten, die zur Wahl stehen. Außerdem beschloss der Ausschuss für Stadtentwicklung in seiner vergangenen Sitzung, die Wendstraße in Nähe des Krankenhauses grundhaft sanieren zu lassen. Zwei Vorhaben, die so erst einmal nichts miteinander zu tun haben. Sollte man meinen. Doch einen gemeinsamen Nenner gibt es bei beiden Projekten, auf den man vielleicht nicht gleich kommen würde. Es geht um den Ausweich-Landeplatz für den Hubschrauber am Johanniter-Krankenhaus. Denn es könnte durchaus sein, vor allem beim erstgenannten Projekt, dass für diesen ein neuer Standort gefunden werden muss.

Die Grundschule „Petrikirchhof“ soll aus ihrem veralteten und überfüllten Bau an der Petrikirche ausziehen. Und in einen Neubau umziehen. Soweit die Pläne von Stadtrat und Ausschüssen. Von einst fünf potenziellen Standorten haben sich Räte und Verwaltung nun auf zwei Kandidaten geeinigt. „Ein Standort ist an der Haferbreite. Der andere wäre auf dem Areal des jetziges Ausweichlandeplatzes des Hubschraubers am Krankenhaus“, berichtet Stadtsprecher Klaus Ortmann. Wird die neue Grundschule an der Haferbreite gebaut, ergeben sich daraus keine Hindernisse für den Landeplatz. „Entscheidet sich der Stadtrat für die Variante an der Wendstraße, muss der Ausweichplatz verlegt werden“, sagt Ortmann. Für den laufenden Betrieb des Krankenhauses würde dies aber keine Probleme darstellen. „Normalerweise landet der Hubschrauber auf dem Dach der Klinik“, weiß Ortmann. Aber nur, wenn Wind- und Wetterverhältnisse dort eine Landung ermöglichen. Die Verwaltung favorisiert diesbezüglich den Standort an der Haferbreite. „Dort hätten wir auch schon eine Sporthalle und müssten nicht selber bauen“, sagt der Stadtsprecher.

Auch die Maßnahme an der Wendstraße – ein Ausbau für Gesamtkosten von insgesamt 650 000 Euro – könnte den Landeplatz betreffen. „Während der Baumfäll-Arbeiten ist der Ausweichlandeplatz vielleicht nicht ganz durchgängig nutzbar“, sagt Ortmann. Von den Straßenbau-Arbeiten an der Wendstraße zwischen Nordwall und Altem Dorf sei der Landeplatz aber nicht betroffen, versichert die Stadt. Entsprechende Kostenvergleiche für die Grundschul-Standorte Wendstraße und Haferbreite seien bereits gemacht. Und das ist auch nötig. „Denn die neue Schule soll zum Schuljahr 2019/20 ans Netz.“

Von Mike Höpfner

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