Flugplatz Stendal-Borstel 2013 gut ausgelastet / Auch 2014 schon wieder viel Betrieb

Landebahn schon für Merkel bereit

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Sieghard Geyhler (stehend) und Lotse Hans-Peter Thoms auf dem Tower des Flugplatzes Stendal-Borstel.

Stendal-Borstel. 128 Hektar ist der Flugplatz Stendal-Borstel groß. 1936 wurde er als erste Fallschirmspringerschule in Deutschland erbaut und diente während des Krieges als Fliegerhorst. Nacht dem Krieg nutzte ihn die Rote Armee.

Nach dem Abzug der Russen stellte sich 1992 die Frage, was mit der verwaisten Anlage geschehen soll.

Es bildete sich eine kleine Gruppe von Luftsportinteressenten, die mit Zustimmung des Ministeriums, der Hansestadt Stendal und Tangermündes den AERO-Club und die Flugplatzgesellschaft gründeten, die den Flugplatz einer flugsportlichen und überwiegend zivilen Nutzung zuführen wollten, blickte der Geschäftsführer Sieghard Geyhler auf die Anfänge des Flugplatzes zurück. Inzwischen ist er ein wichtiger wirtschaftlicher, sportlicher und touristischer Faktor in der Region.

Das war auch zu spüren, als der bald aus dem Amt scheidende Geschäftsführer auf das Jahr 2013 zurückblickte. „Wenn man bedenkt, dass trotz der langen winterlichen Verhältnisse zu Beginn des Jahres, 18 282 Flugbewegungen aufgezeichnet wurden, können wir bei Vergleichen mit den Vorjahren, mit diesem Ergebnis zufrieden sein.“ Die Zahl ist sicherlich auch ein Beweis, dass unser Flugplatz in vielen Teilen Deutschlands und darüber hinaus geschätzt wird. Dazu gehört auch die Befeuerungsanlage, die einen Tag– und Nachtflugbetrieb gewährleistet, eine verbesserte Infrastruktur sowie Deckennetze im Hanger zum Schutz der abgestellten Flugzeuge.

Diese optimalen Bedingungen schätzen auch Investoren, Geschäftsflieger und die Bundeswehr, die auf der 70 Hektar großen Grünfläche mit den Großflugzeugen „Transall“ das Starten und Landen übt. Besonders wurde das Gelände Tag und Nacht während der Hochwasserkatastrophe genutzt. „Diese Zeit war für uns eine besondere Belastung, denn die vielen tausend Helfer beim Füllen der Sandsäcke und der starke Flugbetrieb der Hubschrauber stellten hohe Anforderungen, die wir gemeinsam mit den Fluglotsen, den AERO-Freunden auf dem Tower, den technischen Mitarbeitern und der gastronomischen Versorgung gut gemeistert haben“, beschrieb der Flugplatzleiter diese Zeit.

Unter den rund 20 000 Besuchern, die im vergangenen Jahr gezählt wurden, waren auch etliche, die einen Rundflug gebucht hatten, Flugstunden nahmen oder einen Tandemsprung wagten. Aufsehen erregten auch die Trainingscamps der Fallschirmspringer sowie die Flugvarianten der Berufspiloten während ihrer Sicherheitstrainings und die vielen Segelflugzeuge aus Deutschland oder Holland, die überwiegend per Seilwinde in den Himmel gezogen wurden und auch Meisterschaften in Borstel austrugen.

Die Betreibergesellschaft hat sich auch bei Großveranstaltungen, wie den Flugtagen, dem Viertelmeilen- Rennen, beim Sicherheitstraining der Kreisverkehrswacht und bei Rockkonzerten als vorbildlicher Gastgeber präsentiert. Bei seinem Rückblick vergaß Geyhler auch nicht, den Anwohnern seinen Dank auszusprechen, die mitunter starken Lärm zu ertragen hatten.

Auch im neuen Jahr wird der Flugplatz wieder in das nationale und internationale Blickfeld rücken, denn der Terminkalender ist schon wieder prall gefüllt. Das freut besonders die Betreibergesellschaft und den AERO-Club. Der Vorsitzende der Betreibergesellschaft betonte zum Schluss, dies sei auch ein wirtschaftlicher Faktor und ein Beitrag, um Stendal und die Altmark im In- und Ausland noch bekannter zu machen.

Von Klaus Pohlmann

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