Dalbert: Kommunen müssen finanzielle Risiken abwägen

Laga 2026 in der Altmark?

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Die Landesgartenschau in Burg erreichte nicht die erhoffte Besucherzahl. Dennoch ziehen die Veranstalter eine positive Bilanz.

Magdeburg – Findet die Landesgartenschau (Laga) 2026 in der Altmark statt? Interessierte Kommunen können sich bis 15. Juni 2020 bewerben, teilte Landesumweltministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90 / Die Grünen) nach der Kabinettssitzung mit.

Eine Kommission werde die Konzepte dann bewerten. In Tangermünde wird das Thema ernsthaft diskutiert.

Auch Tangerhütte käme mit seinem Stadtpark als möglicher Kandidat infrage. Arneburg hatte sich bereits um die Laga 2018 beworben. Der Zuschlag ging damals an die Stadt Burg.

Von einer Landesgartenschau profitiere die ausrichtende Kommune nicht nur durch die geschaffenen Grünanlagen. Das gesamte Stadtbild könne sich zum Positiven wandeln. „Burg hat ein neues Gesicht bekommen“, sagte Dalbert. Allerdings verzeichnete die Laga 2018 auch ein Millionendefizit. Das liege daran, dass die Einnahmen nicht wie erwartet ausgefallen seien.

Die Menschen seien nicht mehr in dem Umfang wie früher bereit, für solche Veranstaltungen Geld auszugeben. Das habe sich auch schon bei der Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion gezeigt. Havelberg blieb, als einer der fünf Austragungsorte, auf knapp 600.000 Euro Miesen sitzen. Dennoch spricht Bürgermeister Bernd Poloski von einem großen Erfolg und Entwicklungsschub für die Stadt durch die BUGA.

Es sei eine Entscheidung, die jede Kommune selbst treffen muss, ob sie das finanzielle Risiko einer Laga auf sich nehmen will, sagte Dalbert. Die Landesregierung werde den Zuschuss von fünf auf sechs Millionen Euro erhöhen. Das sei allerdings nur als Ausgleich für die Kostensteigerung bei den Grünflächenarbeiten, nicht als Defizitausgleich, zu verstehen. Die nächste Landesgartenschau findet 2022 in Bad Dürrenberg statt.

VON CHRISTIAN WOHLT

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