Umfrage zur bevorstehenden Bundestagswahl 2017 in Stendals Innenstadt 

Kreuz setzen oder eher doch nicht?

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Viele Stendaler sprachen sich für die enorme Wichtigkeit aus, an Wahlen teilzunehmen. Entschlossen darüber, welche Partei am Sonntag gewählt wird, waren aber noch nicht alle Befragten.

Stendal. Es wurde gekämpft und diskutiert, sich gerechtfertigt und ins rechte Licht gerückt: Höhepunkt der wochenlangen Wahlkämpfe ist nun die Bundestagswahl am kommenden Sonntag, 24. September.

Während manche Bürger einer Partei schon vor Jahrzehnten die Treue geschworen haben, sind andere wiederum noch unschlüssig und müssen bis zum Wochenende noch herausfinden, mit welchem Wahlprogramm sie sich am besten identifizieren können. 

Ein buntes Angebot an Versprechen aus allen Richtungen macht die Entscheidung nicht gerade einfacher. Die AZ hörte sich einmal in Stendals Innenstadt um, wie leicht oder wie schwer den Bürgern der Weg ins Wahllokal kurz vor der Bundestagswahl wirklich fällt.

AZ: „Am Sonntag ist Bundestagswahl. Gehen Sie wählen?“

Annelie Dargatz aus Stendal.

Annelie Dargatz (18), Auszubildende zur Industriekauffrau aus Stendal: „In diesem Jahr darf ich zum ersten Mal an einer Bundestagswahl teilnehmen. Ich bin allerdings noch unentschlossen, wem ich meine Stimme geben soll. Vielleicht gehe ich auch ins Wahllokal und mache meine Stimme ungültig. Mir ist es so lieber, als sie den Falschen zu schenken.“

Alexander Rehmer aus Stendal.

Alexander Rehmer (25), selbstständiger Bauspar-Finanzierungsberater aus Stendal: „Ich werde definitiv wählen. Ob meine Stimme am Endergebnis etwas ändert, glaube ich ehrlich gesagt nicht. Dennoch möchte auch ich meinen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Denn wenn jeder denkt, er kann mit seiner Stimme nichts bewegen, geht am Ende niemand mehr wählen. Einer muss schließlich den Anfang machen.“

Rudi Rust aus Berlin.

Rudi Rust (83), Rentner aus Berlin: „Ich habe meine Stimme bereits per Briefwahl abgegeben. Ich bin schon seit vielen Jahren Anhänger derselben Partei, daran wird sich so schnell nichts ändern. Ich gehe in jedem Jahr wählen. Nicht alle Länder der Welt haben das Glück, eine Demokratie zu sein. Da wir dieses Privileg in Deutschland haben, ist es unsere Pflicht, wie ich finde, diese zu erhalten, indem wir wählen gehen.“

Harry Otto aus Stendal.

Harry Otto (66), Rentner aus Stendal: „Ich habe mich in diesem Jahr für die Briefwahl entschieden. Für mich stand aber schon lange fest, welche Partei meine Stimme bekommen wird. Ich habe den Eindruck, dass die Medien in diesem Jahr mehr politische Gesprächsrunden gezeigt haben als in den vorigen Jahren. Man war quasi dazu gezwungen, sich intensiv mit dem Wahlprogramm der Parteien auseinanderzusetzen. Das hat mir bei meiner Entscheidung auf jeden Fall geholfen.“

Michelle Hebig aus Seehausen.

Michelle Hebig (18), Auszubildende zur Einzelhandelskauffrau aus Seehausen: „Ich werde am Sonntag auf jeden Fall ins Wahllokal gehen und meine Stimme abgeben. Ich halte das für sehr wichtig. Allerdings bin ich noch recht unentschlossen, auf wen meine Wahl in diesem Jahr fallen wird. Um die passende Partei für mich zu finden, habe ich bereits den ‘Wahl-o-mat’ ausgetestet, schwanke aber noch zwischen verschiedenen Parteien.“

Von Charlotta Spöring

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