Lange Schlangen in gesamter Stadt

Kostenfreie Abgabe von FFP2-Masken in Stendal: Andrang ist gewaltig

Vor einer Apotheke in Stendal steht eine Schlange von Menschen.
+
Vor mehreren Apotheken in der Hansestadt bildeten sich lange Schlangen.
  • Tobias Henke
    vonTobias Henke
    schließen
  • Stefan Hartmann
    Stefan Hartmann
    schließen

In Stendal gibt es seit Dienstag, 15. Dezember, kostenfreie FFP2-Masken in den Apotheken. Der Andrang ist gewaltig.

  • Seit Dienstag (15.12.) gibt es in Stendal kostenfrei FFP2-Masken.
  • Der Andrang ist groß: Es bildeten sich lange Schlangen.
  • Impflösung sei Licht am Ende des Tunnels, so ein Apotheker.

Mehrere dutzend Meter lange Schlangen waren an mehreren Orten in der Hansestadt zu beobachten. „Wir sind gut vorbereitet“, berichtet Schaefer. Die Zusammenarbeit mit der Ärztekammer und dem Apothekenverein habe in dieser Sache gut funktioniert. Geklärt sei jedoch noch nicht alles. So unter anderem, wie die kostenfrei ausgegebenen Masken, die er zunächst auf Vorkasse bestellt hat, letztendlich abgerechnet werden. „Wir sind erst mal an der Versorgung interessiert“, stellt er ebenfalls klar. Auch wenn schon früh viele Masken ausgegeben wurden, gebe es, im Gegensatz zur Situation im Frühjahr, keine Lieferschwierigkeiten mehr. „Von mir bekommt jeder eine Maske“, erklärt Schaefer.

Noch immer hat nicht jeder Stendaler eine FFP2-Maske

Dennoch hoffe er, dass die Nachfrage in den kommenden Tagen abflacht. Für den ersten Tag hat er die Schichtzahl erhöht, um den Ansturm abfedern zu können. Die Chancen dafür stünden gut, denn irgendwann müsste jeder eine Maske haben. Das hätte man auch vorher schon kritisieren können: Seit dem Ausbruch der Pandemie im März war viel Zeit, damit sich jeder Bürger eine Maske besorgen kann. Jedoch hätte nicht jeder, der besonders darauf angewiesen ist, auch eine FFP2-Maske, stellt der Apothekeninhaber klar. Viele hätten sich vermutlich für eine Haushalts- oder OP-Maske entschieden.

Uta Richter (PKA) übergibt Wolfgang Lußmann sein Masken-Dreierpack.

Dass diese jedoch auch helfen, sei mittlerweile unumstiritten: Der Verkauf von Erkältungsmitteln sei massiv zurückgegangen. „Verzicht auf Händeschütteln, Abstand halten, Lüften und Tragen der Masken: Diese Kombination hat dazu gebracht, dass die ganzen Mittel in den Keller gegangen sind“, berichtet Schaefer. Mit der Verteilung der FFP2 Masken könne dann weitere Sicherheit geschaffen werden, bis die Corona-Impfung großflächig verfügbar ist.

Corona-Impfstoff soll die Situation entspannen

„Wichtig ist das Positive“, sagt Schaefer. Mit der nahenden Impflösung sei Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Wie lange die Lage noch anhalten werde, wolle er jedoch nicht einschätzen. Seine Hoffnung sei jedoch, dass es nach dem Anlaufen der Impfungen immer besser werde. Der Mensch sei schließlichein Gewohnheitstier. Sobald in die Abläufe ein wenig Routine gekommen sei, würde es sicher auch schneller vorangehen. Das sei auch bei der Fieberambulanz, die im Ärztehaus eingerichtet wurde, der Fall gewesen.

Osterburger Apotheke wartet noch auf Lieferung

Noch keine kostenlosen Masken stehen derzeit in der einzigen Apotheke in der Osterburger Innenstadt zur Verfügung. Ein Schild am Eingang der Pelikan-Apotheke weist daraufhin, dass die Masken noch nicht eingetroffen sind. „Es gab bis zuletzt eine Restunsicherheit, ob die Verordnung auch tatsächlich in Kraft tritt“, sagt Stefan Gompper. Er ist bei der Pelikanapotheke für den Einkauf der Masken verantwortlich. Kritik übt er daran, dass die Masken auf dem freien Markt gekauft werden können und nicht über Bestände des Bundes: „Die Preise gehen derzeit natürlich stark nach oben“.

Laut Gompper werden die Masken durch den Bund nicht eins zu eins finanziert, sondern über die Anzahl der Rezepte, die in einer Apotheke eingelöst werden. „Wer viele Stammkunden hat und viele Rezepte erhält, stellt sich dadurch deutlich besser als jemand, der nur wenige Stammkunden hat und wenige Rezepte ausstellt“, erläutert er“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare