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„Kommt einem Berufsverbot gleich“

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Fischer Gernot Quaschny kennt die Elbe und ihre Nebenarme sehr gut. Der 49-jährige Hohengöhrener bringt seit mehr als drei Jahrzehnten seine Netze dort aus. Nun fürchtet er um seinen Berufsstand. Das neue Naturschutzgebiet ist ihm ein Dorn im Auge. Foto: Hertzfeld
Fischer Gernot Quaschny kennt die Elbe und ihre Nebenarme sehr gut. Der 49-jährige Hohengöhrener bringt seit mehr als drei Jahrzehnten seine Netze dort aus. Nun fürchtet er um seinen Berufsstand. Das neue Naturschutzgebiet ist ihm ein Dorn im Auge. Foto: Hertzfeld

Landkreis. „Ausgerechnet wir sollen die Vögel stören?“ Gernot Quaschny winkt ab und wirft den nächsten Abschnitt des 300 Meter langen Zugnetzes in die Alte Elbe bei Jerichow südöstlich von Tangermünde.

Der 49-Jährige ist einer der drei Seen- und Flussfischer, die es in Sachsen-Anhalt noch gibt. Durch das angekündigte Mega-Naturschutzgebiet in Sachsen-Anhalt sieht der Hohengöhrener seine berufliche Existenz bedroht. „Die Verordnung darf nicht so bleiben, wie sie derzeit ist. Sie kommt einem Berufsverbot gleich. “ So sollen im Sommer Nebengewässer weder befahren, geschweige denn befischt werden dürfen. Und im großen Rest der Gewässer soll nur zu bestimmten Zeiten gearbeitet werden können. „Die Tierwelt hat sich doch längst an den Menschen hier gewöhnt“, glaubt der Familienvater und deutet wie zum Beleg auf die großen, kompakten Schilfgürtel. Dort haben Wildgänse ihre Schlafplätze. Noch nicht einmal 100 Meter oberhalb des Ufers fahren Autos auf einer Hauptstraße. „Die stören viel mehr. “.

Von Marco Hertzfeld

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