Tangermünder empfingen Gleichgesinnte des katholischen Sozialverbandes aus ganz Deutschland

Kolpingsfamilie feiert ihr Jubiläum

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Ausmarsch der Fahnenträger der Kolpingsfamilien.

gk Tangermünde. Im Jahre 1921 wurde in Tangermünde eine Ortsgruppe der Kolpingsfamilie gegründet, die es in Deutschland schon seit 1849 gibt. Kolpingsfamilie, weil sie der spätere Pfarrer Adolph Kol-ping in Köln gründete.

Damals nannte sie sich noch katholischer Gesellenverein, weil es vorrangig um die Unterstützung der Handwerksgesellen ging (AZ berichtete). Heute ist das Werk Kolpings ein katholischer Sozialverband in Deutschland und darüber hinaus mit mehr als 260 000 Mitgliedern, die in 2 600 Kolpingsfamilien aktiv sind. Am Sonnabend feierte die Tangermünder Kolpingsfamilie ihr 90-jähriges, eigentlich 91-jähriges Bestehen. In der katholischen Kirche „Zur heiligen Dreifaltigkeit“ an der Arneburger Straße, hatten sich mehr als 60 Mitglieder von Kolpingsfamilien aus verschiedenen Orten Deutschlands, vorrangig aus Sachsen-Anhalt, eingefunden, um das Jubiläum der Tangermünder mit einer Messe zu beginnen. Familienmitglieder aus mehreren Magdeburger Stadtteilen, aus Burg, Genthin und Velpke bei Oebisfelde und sogar aus dem Hochsauerland, aus Meschede, waren angereist.

Die Kolpingsfamilie aus Magdeburg-Neustadt führte Hans Wenzin an, der bis 1957 in Tangermünde wohnte. Pfarrer Michael Gambke leitete die Messe, die von Gebeten, Gesang und der Einnahme des heiligen Mals, der Hostien, geprägt war. Den Abschluss der Messe bildeten die Glückwünsche der Vertreter der Kolpingsfamilien aus den vielen Orten für die Tangermünder Glaubensbrüder, wofür sich Karl-Heinz Bocionek, der die Tangermünder Gruppe seit 1970 leitet, herzlich bedankte. Auch Wünsche für eine weitere erfolgreiche Arbeit waren dabei, obwohl die Tangermünder Familie nur noch aus sieben Mitgliedern besteht. Nachwuchs zeichnet sich nicht ab, war von Bocionek zu erfahren. „Junge Handwerker haben heutzutage nicht mal Zeit, zu unserem Treffen zu kommen“, ergänzte er. Nach einem gemeinsamen Mittagessen am Grill und Spieß, bei dem alte Bekanntschaften aufgefrischt und über die Gemeindearbeit geplaudert wurde, machten sich die Familienmitglieder in zwei Gruppen zur geführten Stadtbesichtigung auf den Weg. Am späten Nachmittag endete die Jubiläumsfeier bei Kaffe und Kuchen im Gemeindehaus.

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