Trinkwasserversorgung gefährdet

Kofferpacken in Stendal-Süd

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Anna Knoke will weg aus Süd. Ihre kleine Wohnung kostet zwar nur 180 Euro warm, aber sie hat den Ärger satt.

mhi Stendal. Kein Warmwasser, keine Fernwärme, kein Strom für Flur und Klingel – und zum 1. Juli könnte es in Stendal-Süd für rund 300 Mieter auch kein Trinkwasser mehr geben.

Diese Ankündigung der Stadtwerke hat die Bewohner der Blöcke an der Bremer und Lemgoer Straße sowie an der Hanseallee am Donnerstag schwer getroffen, zumal sie an der angespannten Situation nicht schuld sind.

Ihr Vermieter ist die Raks AG mit Sitz laut Internet in Frankfurt. Die Raks AG hat bei den Stadtwerken Schulden im sechsstelligen Euro-Bereich. Wenn die offenen Forderungen nicht bis 30. Juni beglichen sind, wollen die Stadtwerke den Trinkwasserhahn zudrehen.

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Pikant in diesem Zusammenhang: Die Raks AG hatte vor kurzem die Grundmiete um 20 Prozent erhöht – mit der Begründung, dass man nur so die Forderungen der Stadtwerke begleichen könne. Den Mietern wird seitens der Stendaler Wohnungsbaugesellschaft (SWG) angeboten, andere Wohnungen zu beziehen. Einige Mieter packen ihre Sachen.

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