Knapp 200 NPD-Demostranten in Stendal / Geschäft besprüht

"Ihr seid hier hier nicht willkommen"

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mdk Stendal. Es ist der Kampf Linke gegen Rechte. Knapp 200 NPD-Mitglieder demonstrieren seit Samstagmittag am Stendaler Bahnhof. Zahlreiche Gegendemonstranten, ungefähr 100, bestehend aus der Bundestagsabgeordneten Katrin Kunert (Linke), Bürgern sowie Mitgliedern antifaschistischer Gruppen, versuchen es den Rechten schwer bei ihrer Kundgebung zu machen.

Katrin Kunert und einige ihrer Anhänger versuchen mit lauten Zwischenrufen, die Mitglieder der NPD-Demostranten zu brandmarken: "Ihr seid hier hier nicht willkommen" ist immer wieder von ihr zu hören.

Die offizielle Gegendemo ist für 15 Uhr geplant, ab 16 Uhr ist der Bürgerprotest mit Sonderstadtrat geplant. In einschlägigen Internetforen ist davon die Rede, dass die Rechten bis 21 Uhr in Stendal bleiben wollen.

Lesen Sie dazu auch "Nebenbei bemerkt" von Arno Zähringer.

Seit den Morgenstunden sind Kräfte der Landes- und Bundespolizei im Einsatz, um die Demonstranten und Gegendemonstranten voneinander fern zu halten. Auch ein Polizeihubschrauber ist im Einsatz.

Polizeihubschrauber im Einsatz

Dem Vernehmen nach, soll es bereits zu Festsetzungen von Mitgliedern der Antifa gekommen sein, die die Polizei bei ihrer Arbeit behindert haben sollen. Von offizieller Seite ist diese noch nicht bestätigt. Auch wollen die Einsatzkräfte derzeit nichts Genaues über ihre Mannstärke mitteilen.

Vermutlich Linksautonome am Werk

In der Nacht zu Sonnabend kam es zu einem Farbanschlag auf ein Stendaler Geschäft. Die Polizei schließt ein Zusammenhang mit der heutigen Demonstration nicht aus. In dem Geschäft wird unter anderem Kleidung der Marke Thor Steinar verkauft. Diese ist in Neo-Nazi-Kreisen beliebt.

Über den Verlauf der Demonstration erfahren Sie mehr im Tagesverlauf hier auf der AZ-Seite und in der Altmark-Zeitung.

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