Landkreis steht für Havelberg weiterhin mit leeren Händen da

Klinik-Ersatz: Zusätzlicher Ausschuss soll Dampf machen – Erneute Proteste in Stendal

Sie machen sich vor Beginn der Kreistagssitzung in Stendal für ein Krankenhaus in Havelberg stark. Ihre Zahl ist diesmal nicht sonderlich groß gewesen. Doch der Protest aus dem Nordosten des Landkreises lässt nicht nach.
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Sie machen sich vor Beginn der Kreistagssitzung in Stendal für ein Krankenhaus in Havelberg stark. Ihre Zahl ist diesmal nicht sonderlich groß gewesen. Doch der Protest aus dem Nordosten des Landkreises lässt nicht nach.
  • Marco Hertzfeld
    vonMarco Hertzfeld
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Stendal – Pro Altmark will einen Gesundheitsausschuss des Kreistages gebildet sehen. Nach der Schließung des Krankenhauses Havelberg im September gebe es keinen Fortschritt in der Frage, wie es dort weitergehen soll, attestierte Hennig von Katte von Lucke.

Mitglied in dem Gremium könnten nicht zuletzt ein Vertreter jeder Fraktion sein und der Landrat. Ein entsprechendes Beschlusspapier soll eingebracht werden. Vor der Sitzung am Donnerstag protestierten wieder Bürger, eine Demonstration in Havelberg wurde für den 21.  Januar angekündigt.

Dass der Landkreis die Liegenschaft erwirbt, scheint mittlerweile fast ausgeschlossen. Die rechtlichen und finanziellen Positionen lägen zu weit auseinander, resümierte Landrat Patrick Puhlmann (SPD). Und nein, eine Enteignung könne und werde es nicht geben, antwortet er in der Einwohnerfragestunde. Inwieweit wann und wo ein Zentrum für medizinische Grundversorgung oder Ähnliches eingerichtet werden kann, müsse sich zeigen. Erste Besichtigungen alternativer Standorte habe es jedenfalls schon gegeben.

Mit all dem zeigt sich von Katte von Lucke unzufrieden, und dürfte damit nicht allein stehen. Die Situation sei „sehr unbefriedigend“, es gebe „keine Perspektive“. Ein extra Ausschuss könne womöglich entscheidend helfen, es gehe um Informationen, um Verhandlungspositionen, wie es der PA-Mann nannte. Der Verein Pro Krankenhaus Havelberg habe Klage gegen den Landkreis eingereicht, bestätigte Puhlmann ihm noch einmal. Und nein, externe Berater seien für die Kreisverwaltung nicht im Einsatz.

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