Gebürtiger Thüringer hat im Stendaler Rathaus seine Lebensaufgabe gefunden

OB Klaus Schmotz wird 60

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Seit 2001 ist die Bürgermeisterstube im historischen Stendaler Rathaus sein Arbeitsplatz. Heute feiert Oberbürgermeister Klaus Schmotz seinen 60. Geburtstag.

Stendal. Großer Bahnhof für Klaus Schmotz: Der Stendaler Oberbürgermeister feiert heute seinen 60. Geburtstag. Der Jubilar gibt sich bescheiden: „Ich habe vor, weiterzuarbeiten wie vorher.

Das einzige, was ich mir wünsche, ist Gesundheit“, sagte der begeisterte Skifahrer der Altmark-Zeitung.

Schmotz hat seit 2001 deutliche Spuren in der Hansestadt hinterlassen. Die Stichworte lauten Hochschulstandort, Umgehungsstraße, Sanierung der städtischen Schulen, Konsolidierung der Stendaler Wohnungsbaugesellschaft, Freizeitbad und Stadion am Hölzchen.

Dauerhaft verknüpft mit dem Namen Schmotz bleibt der Stadtumbau. Gemäß Stadtentwicklungskonzept von 2002 wurde der Plattenbau-Stadtteil Süd bis auf drei Blöcke abgerissen, die Innenstadt revitalisiert. Deshalb ist für den gebürtigen Thüringer klar, was er am liebsten tut: „Ich fahre gerne duch die Stadt und schaue mir die Vielzahl der Baustellen an. Denn dann weiß ich, dass es vorangeht.“

Schmotz’ Vergangenheit in der DDR war nicht unumstritten. 2008, mitten im Wahlkampf, breitete der Autor und Filmemacher Roman Grafe brisante Details über seine Zeit als Oberoffizier Finanzökonomie der Grenztruppen aus. Spiegel online nannte ihn „Kassenwart bei der Mördertruppe“. Schmotz selbst sagt, er habe seine Biografie seit 1990 stets offengelegt. „Man ist in dem System in einer Stellung gewesen, das kann man nicht mehr rückgängig machen“, so Schmotz selbstkritisch zur AZ.

Nach der Wende wechselte der Finanzexperte in die Kommunalverwaltung – von 1990 bis 1999 als Kämmerer beim Landkreis Stendal und Leiter des Amts für offene Vermögensfragen, bis 2001 als Finanzdezernent und Kämmerer im Stendaler Rathaus. Hier hat Schmotz seine Lebensaufgabe gefunden.

Von Gerhard Sternitzke

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