„Gibt immer viele Gründe“

Klares Votum für Solardach-Offensive der Stendaler CDU-Ratsfraktion

Baustelle Grundschule „Am Haferbreiter Weg“ in Stendal
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Auf der Decke der modernsten Bildungsstätte Stendals könnten Solarmodule montiert werden.
  • Antje Mahrhold
    vonAntje Mahrhold
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Stendal – „Wir treiben die Verwaltung schon eine Weile vor uns her“, erntet Thomas Weise (CDU/Landgemeinden) lokalpolitische Zustimmung, als der Fraktionschef im jüngsten Hauptausschuss des Stadtrats vehement für eine rolandstädtische Solardächer-Offensive wirbt.

So gebe es aus Reihen der Stadtverwaltung „immer viele Gründe, warum dieses und jenes nicht geht“, beklagt der Unternehmer an dem Abend im Festsaal am Marktplatz. Verantwortliche im Rathaus sollten künftig stärker dafür tätig werden, dass Sonnenmodule auf städtischen Dachflächen montiert werden. Dies bringe Geld in die Stadtkasse und sei „signifikanter Stellhebel für Klimaschutz und CO2-Reduzierung“, heißt es im Begründungstext des Antrags.

Anders als von der Fraktion vorgeschlagen sei aber das Dach der nagelneuen Bauhofhalle, Arneburger Straße, nicht für die Montage von Modulen geeignet. Dies hatte Bauamtsleiter Georg-Wilhelm Westrum bereits im jüngsten Stadtentwicklungsaussschuss erklärt. Demnach sei dieses Dach „statisch nicht für eine solche Anlage geeignet“. Anders stelle sich die Situation bei der für rund 7,4 Millionen Euro im Bau befindlichen Grundschule „Am Haferbreiter Weg“. Die Decke des Zweigeschossers sei so konzipiert, dass sie der Last von Sonnenmodulen gerecht werden könne. Dennoch sei die Montage von Paneelen auf dem First der modernsten Bildungsstätte Stendals nicht Teil der derzeitigen Bauplanung, mussten Ausschussmitglieder in jener Sitzung zur Kenntnis nehmen.

„Wir reden bestimmt schon seit zehn Jahren darüber“, moniert der Fraktionsvorsitzende. „Ich finde den Antrag gut, ich werde das unterstützen“, weist Reiner Instenberg (SPD/FDP/Ortsteile) auf das bereits geltende Energie- und Klimaschutzkonzept der Hansestadt hin. Wie er hoben letztlich alle elf Gremiumsmitglieder ihre Hand für den Auftrag an die Stadtverwaltung, mehr Sonnenenergie von Dächern städtischer Immobilien zu ernten. Gibt der Stadtrat am 31. Mai sein Okay, muss das Rathaus bis Ende September eine Solardach-Liste vorlegen.

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