„Klar, das war Schimanski“

AZ-Redaktionsleiter Thomas Pusch interviewte Chris Norman. Das Interview wird vom Stendaler Fernsehen gesendet, der Termin rechtzeitig bekanntgegeben.

tp Stendal. Vor seinem Auftritt am Sonnabend gab Chris Norman der AZ und dem Stendaler Fernsehen ein Interview. Locker und offen plauderte er über die Anfänge von Smokie, seine Solokarriere und was er dieser Tage so treibt. Bereits Ende der 60er Jahre hätten Teile der späteren Band Musik miteinander gemacht, sie kannten sich von der Schule. 1975 erschien das erste Album, noch kein großer Erfolg, Der erreichte zwei Jahre später seinen Höhepunkt, doch die Musiker hoben nicht ab. „Es war ja etwas, das sich entwickelt hatte und nicht über Nacht kam“, so Norman.

1978 nahm er mit Suzi Quatro die Single „Stumblin‘ in“ auf –„Nein, da war nichts zwischen uns, die Plattenfirma war nur der Meinung, dass wir gut zusammen klingen würden.“ – und 1982 entschied er sich nach Jahren der parallelen Band- und Solomusik für den Ausstieg bei „Smokie“.

„Ja klar, das war doch ein Tatort, ein Schimanski“, wusste Norman ganz genau, wo sein Erfolgstitel „Midnight Lady“ 1986 erstmals gespielt wurde. Eine Woche später war er schon auf Platz zwei, und weitere sieben Tage danach an der Spitze der Hitparade. Die deutsche Version von Roland Kaiser habe er ebenso schon einmal gehört wie Howard Carpendales „Alice“-Version, allerdings könne er wenig dazu sagen, da die Sprache in ihm nichts wachrufe. Es störe ihn auch nicht, dass „Alice“ seit Jahren mit der Zusatzzeile „Who the f... is Alice?“ versehen wird. Es sei ohnehin schon immer eine Mitgröhlnummer gewesen, die ihm nicht sonderlich am Herzen liege. Anders als die englische Fußballnationalmannschaft – er hatte mit Kevin Keegan, Stürmer aus den 70er Jahren, eine Single produziert – die die beste seit 1966 oder 1990 sei. „Vor 20 Jahren hatten wir auch ein gutes Team, sind dann aber im Halbfinale durch Elfmeterschießen rausgeflogen“, meinte er schmunzelnd. Der Gegner hieß Deutschland.

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