Kulturausschuss befürwortet Neubau, Finanzausschuss lehnt ab

Kiosk wird zum Politikum

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Der alte Kiosk am Stadtsee ist baufällig und soll abgerissen werden. Ob es einen Neubau in abgespeckter Variante (190 000 statt 245 000 Euro) geben wird, entscheidet der Stadtrat im Oktober. In den Fachausschüssen gibt es geteilte Meinungen.

cha/mei Stendal. Die Stadträte sind in Sachen Kioks-Neubau im Tiergarten gespalten. Während die Mitglieder des Kulturausschusses einstimmig für den Neubau sind, lehnte der Finanzausschuss die von der Verwaltung vorgelegte abgespeckte Variante ab.

Nun wird der Stadtrat im Oktober das letzte Wort haben.

Die „kleine Variante“ sieht einen Kiosk-Neubau ohne Gastraum und eine Fläche von 52 Quadratmetern (die ursprüngliche Planung ging von 61 Quadratmetern aus) vor. Die Kosten würden damit von 245 000 auf 190 000 Euro gesenkt werden können.

In den 1950er-Jahren als leichte Barackenkonstruktion errichtet, wurde das Gebäude in den folgenden Jahrzehnten immer wieder in der gleichen Bauweise erweitert. Es hat inzwischen erhebliche Mängel in der Bausubstanz. Die Sanitäranlagen sind mittlerweile völlig veraltet. Eine Instandsetzung lohnt sich nicht mehr. Der Betrieb wurde im vergangenen Jahr eingestellt. Damit die Besucher des Tiergartens auch weiterhin die Möglichkeit auf kleine Snacks und Getränke haben, wurde ein Vertrag mit einem mobilen Kioskbetrieb geschlossen, der zunächst als Übergangslösung bis zum Neubau galt.

Die Stadt hat drei Varianten in die Diskussion gebracht: Entweder soll ein Kiosk mit großem Gastraum entstehen. Kostengünstiger wäre ein kleinerer Kiosk ohne Gastraum. Variante 3 sieht einen privaten Investor vor. Nachdem die Suche nach einem privaten Betreiber fehlgeschlagen war, standen nur noch die beiden ersten Varianten zur Debatte.

Der Neubau soll einen Außenbereich mit Blick auf den Stadtsee bekommen.

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