Preisverleihung zum Kulturpreis

Kinder- und Familienfest am Stendaler Stadtsee: „Hervorragend als erster Versuch“

Für das Kinder- und Familienfest am Stadtsee sind viele Aktionen geplant. Ob sich bei allen die Abstandsregeln so einfach einhalten lassen, wird sich zeigen.
+
Für das Kinder- und Familienfest am Stadtsee sind viele Aktionen geplant. Ob sich bei allen die Abstandsregeln so einfach einhalten lassen, wird sich zeigen.

Stendal – Am Sonnabend, 19. September, soll es wieder soweit sein: Das Kinder- und Familienfest am Stadtsee soll trotz Corona-Einschränkungen stattfinden.

Die finale Durchführung hänge nach Stadtsprecher Armin Fischbach von einer milden Fortentwicklung der Infektionszahlen sowie der neuen Eindämmungsverordnung, die gestern vorgestellt wurde, ab.

„Jedoch hat die Hansestadt Stendal für sich entschieden, das Kinder- und Familienfest unter strenger Berücksichtigung der geltenden Hygienerichtlinien auf jeden Fall durchführen zu wollen“, erklärt Fischbach. Dies werde auch von den langjährigen Partnern bei der Veranstaltung begrüßt.

„Irgendwie muss auch das kulturelle Treiben rund um öffentliche Veranstaltungen und Stadtfeste fortgesetzt werden und gerade diese Feier eignet sich hervorragend als erster Versuch“, führt der Stadtsprecher weiter aus. Das Kinder- und Familienfest gehöre zu den kleineren Veranstaltungen und begrüße im Schnitt 250 gleichzeitige Besucher. Das sei eine Teilnehmerzahl, die handhabbar ist und im Rahmen der erlaubten Größe bleibt. Das städtische Veranstaltungsmanagement erhoffe sich, neben einem gelungenen Fest und schönen Erlebnissen für Besucher, auch Erfahrungswerte, wie Veranstaltungen während der Pandemie ablaufen können.

Nach der Eindämmungsverordnung dürfen 1000 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände sein. Umgesetzt werde dies mit einer Umzäunung des Geländes und fünf verschiedenen Einlässen, an denen die Teilnehmerzahl aufgenommen wird. Die Einlasspunkte stünden dabei in ständigem Kontakt miteinander. Mit großen Bannern werde auf die Hygieneregeln hingewiesen. Sicherheitskräfte sollen darauf achten, dass sich weder an den Toiletten, die regelmäßiger gereinigt werden sollen als ohnehin, noch an den Essensständen Schlangen bilden.

Auf der Stadthomepage sind die Informationen zum Fest eher dürftig. Dies solle nach dem Hinweis dieser Zeitung noch kurzfristig verbessert werden, erklärte Fischbach. Als Begründung wurden der erhöhte organisatorische Aufwand sowie die Vorbereitungen für den Sachsen-Anhalt-Tag genannt. Dennoch sei das Programm das Kinder- und Familienfestes aufgestockt, um die ausgefallenen Veranstaltungen nachzuholen. Neben dem üblichen Tagesprogramm soll es auch ein aufwendiges Abendprogramm mit Livemusik und, soweit es die Waldbrandgefahrstufe hergibt, einem Feuerwerk geben. Zusätzlich soll der ausgefallene Kulturpreis einen kleinen Platz auf der Bühne erhalten.

Aber auch neben dem Bühnenprogramm soll es viel zu entdecken geben. So wird unter anderem ein Gedichteworkshop angeboten, dessen Ergebnisse später auf der kleinen Bühne vorgetragen werden. Ausreichend Platz zum Toben gibt es in den beiden Hüpfburgen. Von Entenangeln, Bastelangeboten, Kinderfahrgeschäften, Quadfahren für Kinder, einem Fahrradparcous und vielen Mitmach-Aktionen stehen mehrere Angebote bereit. Auf dem See werden detailgetreue Nachbauten bekannter Schiffe ausgestellt und vorgeführt.

Nach der Pressekonferenz in der die neue Verordnung vorgestellt wurde, erklärte Fischbach, dass die Stadt an ihrem Konzept festhalten wolle. Zwar gebe es anscheinend die Möglichkeit einen Antrag zu stellen mehr als 1000 Besucher zuzulassen, jedoch würde die neue Verordnung erst am Donnerstag vorliegen. Damit wäre eine Beantragung erst zwei Tage vor dem Termin möglich. Das sei zwar machbar, aber knapp, weshalb die Stadt ihr Konzept beibehalten wolle. VON STEFAN HARTMANN  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare