Klinikclowns in Krankenhäusern Stendal und Uchtspringe unterwegs / Spende an Magdeburger Verein „Pakk“

„Die Kinder dürfen alles, müssen nichts“

+
In Stendal und Uchtspringe im Einsatz sind die Klinikclowns Frosine und Spagetti. Wilma Struck von der AOK unterstützt.

ct Stendal/Uchtspringe. Wenn Frosine alias Bernadette Deibele und Spagetti alias Janine Freitag durch die Tür lugen, kommt Freude auf.

Die Klinikclowns des Magdeburger Vereins „Podium aller kleinen Künste“ (Pakk) bringen auf Kinderstationen Abwechslung in den oft traurigen Alltag. In der Altmark sind sie in Uchtspringe und Stendal im Einsatz. Außerdem überraschen sie junge Patienten in Magdeburg und Bernburg.

Ein festes Programm gibt es nicht. „Wir improvisieren und machen einfach Quatsch“, berichtet das Clown-Duo. „Die Kinder dürfen alles, müssen nichts.“ Besonders wichtig ist den Spaßmachern das Engagement im ländlichen Raum. „Dort gibt es insgesamt nicht so viele Angebote, daher sind die Kinder für unsere Auftritte besonders dankbar“, beschreibt Janine Freitag ihre Erfahrungen. Manchmal spielen die Klinikclowns aber mehr für die Eltern. Denn auch sie brauchen Ablenkung in der belastenden Situation.

Die AOK Sachsen-Anhalt unterstützt die Projekte. „Die Besuche helfen Kindern und auch Eltern durch Lachen, Spiel und Spaß, für einen Augenblick den Krankenhausalltag zu vergessen“, sagt Landesrepräsentantin Wilma Struck. Sie überbrachte dem Verein „Pakk“ nun einen Spendenscheck über 5050 Euro. Der gleiche Betrag geht an die „Clownsnasen“, die im Süden des Landes unterwegs sind.

Klinikclowns gibt es in Sachsen-Anhalt seit 14 Jahren. Der Schauspieler Martin Rühmann, dessen Familie aus Osterburg stammt, hat das Projekt initiiert. Er ist bis heute aktiv dabei. Sein Vater Heinrich war Schulleiter in der Biesestadt, Bruder Thomas, ebenfalls Schauspieler, ist als Dr. Roland Heilmann aus der MDR-TV-Serie „In aller Freundschaft bekannt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare