SPD-Bundestagsabgeordnete nur für unsicheren Platz 6 nominiert

Kersten statt Kermer

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Franziska Kersten.

ct Magdeburg. Klatsche für Marina Kermer. Der SPD-Landesvorstand hat die Altmärkerin am Sonnabend nur für den sechsten Platz auf der neunköpfigen Kandidatenliste zur Bundestagswahl vorgeschlagen. 2013 stand sie auf dem vierten Platz.

Damals schafften genau vier Sozialdemokraten aus Sachsen-Anhalt über die Landesliste den Sprung ins Parlament.

Marina Kermer.

SPD-Spitzenkandidat ist erneut der Magdeburger Burkhard Lischka. Als erste Frau, auf der abwechselnd besetzten Liste, wurde Katrin Budde, die für die Region Mansfeld antritt, nominiert. Es folgt Karamba Diaby aus Halle. Die Kandidatin auf dem noch verhältnismäßig „sicher“ geltenden Platz vier ist den Altmärkern nicht unbekannt. Franziska Kersten bewarb sich im vergangenen Jahr im Tangerland um ein Landtagsmandat. Sie ist Mitglied des Kreisvorstandes Stendal, tritt jetzt aber im Wahlkreis Börde-Jerichower Land an.

Franziska Kersten.

Die endgültige Entscheidung über die Kandidaten trifft ein SPD-Parteitag am 18. Februar. Kermer hat dann die Möglichkeit, sich durch Kampfkandidaturen einen aussichtsreicheren Listenplatz zu sichern. Sollte sie am 24. September die Mehrheit im Wahlkreis erringen, könnte sie auch über das Direktmandat in den Bundestag einziehen. Dabei hat sie aber starke Gegner. Es bewerben sich ebenfalls Eckhard Gnotdke (CDU), Matthias Höhn (Linke), Matthias Büttner (AfD) und Marcus Faber (FDP).

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