Minister fordert schärfere Kontrollen

Keine schnurgeraden Strecken: Sicherheit bei Altmark-Autobahn-Planung im Fokus

Der Lkw-Verkehr auf den Autobahnen und Bundestraßen wächst weiter rasant. Die A 14-Verlängerung soll Entlastung bringen und den Verkehr so insgesamt sicherer machen.
+
Der Lkw-Verkehr auf den Autobahnen und Bundestraßen wächst weiter rasant. Die A 14-Verlängerung soll Entlastung bringen und den Verkehr so insgesamt sicherer machen.

Magdeburg. Die A 14-Nordverlängerung soll nicht nur die grünste, sondern auch eine der sichersten Autobahnen werden. Das sagte Uwe Langkammer, Präsident der Landesstraßenbaubehörde, am Rande des Runden Tisches „Lkw-Unfälle vermeiden“ gegenüber der Altmark-Zeitung.

Dazu können bauliche Maßnahmen beitragen.

Wildbrücken und Wildschutzzäune seien vor allem aus Gründen des Naturschutzes Bestandteile des Autobahnbaus. Sie dienten dort natürlich auch der Erhöhung der Verkehrssicherheit, erklärte Langkammer. Außerdem werde es bei der Altmark-Autobahn keine langen, schnurgeraden Strecken geben, sondern sich die Autobahn in leichten Bögen durch die Landschaft schlängeln. Damit werde die Konzentration der Fahrer erhöht.

Auf Autobahnen kommt es durch nachlassende Aufmerksamkeit immer wieder zu folgenschweren Auffahrunfällen, oft durch Lkw. Insgesamt ereigneten sich im vergangenen Jahr auf den Autobahnen in Sachsen-Anhalt 2026 schwere Lkw-Unfälle. Das sind 89 mehr als 2015. Dabei wurden 13 Menschen getötet und 124 schwer verletzt.

Am Runden Tisch diskutierten Unfallforscher, Sicherheitstechniker, Vertreter des ADAC, der Landesstraßenbaubehörde sowie des Verkehrsgewerbeverbandes mit Verkehrsminister Thomas Webel (CDU), wie dieser Entwicklung Einhalt geboten werden kann. Der Minister will mehr und schärfere Kontrollen, ob Lkw-Fahrer gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen. Auch sollen mobile Assistenzsysteme den Fahrer entlasten. Der ADAC fordert rechtzeitige und bessere Information über Baustellen und andere Verkehrsbehinderungen.

Der A 14-Lückenschluss werde dazu beitragen, die anderen Autobahnen vom rasant gestiegenen Lkw-Verkehr zu entlasten, nannte Langkammer einen weiteren Aspekt. Positive Effekte gebe es aber auch für die Bundesstraßen in der Altmark. Der hohe Brummi-Anteil sei nicht nur für die Anwohner eine Belastung, sondern führe auch immer wieder zu schweren Unfällen. Jüngstes Beispiel war der Crash auf der Bundesstraße 71 bei Salzwedel mit drei Toten am vergangenen Wochenende.

Von Christian Wohlt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare