Profi macht Zehn- bis 13-Jährige fit für den Umgang mit Konflikten

„Keine Nahkämpfer ausbilden“

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Trainer Michael Böhm von der Kampfschule Haldensleben übte mit Altmärkerin Laura im JFZ „Mitte“, welche Mittel die Selbstverteidigung bietet.

pm Stendal. Es kommt nicht alle Tage vor, dass die Kampfschule Haldensleben im Jugend-Freizeit-Zentrum „Mitte“ (JFZ) zu Gast ist.

Im Rahmen der Trainings- und Demonstrationsveranstaltung „Gewaltfreies Sachsen-Anhalt“ bot Trainer Michael Böhm in der Stendaler Jugendeinrichtung zum Projekt „Integration durch Sport“ einen Kursus gegen Gewalt an.

„Wir hören immer wieder von den Mädchen und Jungen, dass sie sich von den älteren Jugendlichen belästigt fühlen oder aus Angst und Unsicherheit, bestimmte Veranstaltungen meiden. Deshalb ist es erfreulich, dass die Zehn- bis 13-Jährigen, aber auch andere Kinder und Jugendliche, Interesse für diesen Kurs zeigen“, erklärte JFZ-Leiterin Jutta Schönemann. „Wir wollen natürlich keine Nahkämpfer ausbilden, sondern die Teilnehmer sollen ihr Selbstbewusstsein stärken, Ängste abbauen, eigene Stärken erkennen und wenn nötig, in gewissen Situationen Mittel der Selbstverteidigung gezielt einsetzen“, nannte Böhm inhaltliche Schwerpunkte des Kurses.

So ging es nach einer kurzen Begrüßung und Erwärmung dann auch gleich mit Schwung in den Übungsablauf. Dazu gehörten Reflex- und Gleichgewichtsübungen, Rollenspiele, Befreiungstechniken mit Armen und Beinen, Begegnungssituationen, körperliche und sprachliche Abwehrmaßnahmen sowie das Einschätzen unangenehmer oder gewalttätiger Situationen. Körperlich geschafft, aber mit einem gesteigerten Selbstwertgefühl, wurde schließlich der Wunsch geäußert, ähnliche Übungsstunden zu wiederholen.

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