Rathausfassade: Farbvorschläge an den Denkmalschutz / Stadtrat Werben schaut Tafeln an

Keine Mehrheit fürs „Ziegelrot“

Ein Vorschlag der Planers: So könnte das Rathaus farblich gestaltet werden. Wenn denn der Denkmalschutz zusagt.

Werben. Die Meinungen gehen noch auseinander, was die farbliche Gestaltung des Werbener Rathauses angeht, welches sich aktuell noch in der Außensanierung befindet. Fakt ist, dass der Denkmalschutz gern ein „Ziegelrot“ durchgängig von oben bis unten als Anstrich hätte.

Die Behörde habe eben das „letzte Wort“, wie Bürgermeister Jochen Hufschmidt während der jüngsten Stadtratssitzung in diesem Gebäude betonte. Das unterstrich auch Wolfgang Trösken (Bürger in Behrendorf / Werben): „Wir sollten uns daran halten, was der Denkmalschutz sagt. “ Die Bürger der Hansestadt mit ihren historisch wertvollen Gebäuden müssten sich ja auch an die Regeln halten.

Elisabeth Gellerich (Unabhängige Wählergemeinschaft) beführwortete den ziegelroten Vorschlag, traf jedoch nicht die Meinungs-Mehrheit. Fraktionskollege Bernd Schulze unterstützte eher die Meinung des Bürgermeisters und sprach sich für eine helle Gestaltung aus, wie sie gängig gewesen sei. „Das Rathaus war 100 Jahre hell und freundlich und nicht rot.“

Letztmalig wurde 1992 Hand an die Farbgestaltung gelegt. Dies habe die Denkmalschutzbehörde auf Kreis- und Landesebene damals noch im Austausch mit Bürgermeister Burkhard Fischer und dem damaligen Stadtrat mitgetragen, wie Hufschmidt anhand eines Zeitungsartikels verdeutlichte. Auch auf Schwarz-Weiß-Fotos aus den 1930er und -70er Jahren sehe das Gebäude „hell“ aus.

In diesem Winter werde zwar nicht mehr gestrichen. Der Stadtrat einigte sich allerdings darauf, Tafeln mit roten, hellen und anderen Farbtönen zu bestreichen und diese bei Tage an die Fassade zu hängen. Der Behörde soll dann ein Vorschlag gemacht werden.

Von Alexander Postolache

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