Stadtverwaltung Stendal: „Würden private Organisatoren unterstützen“

„Keine Kapazitäten“ für Streetfood

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Anfang März wurde in der Bauernmarkthalle in Salzwedel kräftig geschlemmt. Bald auch in Stendal? 

Stendal – Von saftigen Burgern und würzigen Burritos bis hin zu schwarzem Vanilleeis und knallbunten Einhornshakes: Streetfood-Festivals sind beliebter denn je.

Auf Veranstaltungen dieser Art findet sich eine Mischung unterschiedlichster Esskulturen dieser Welt wieder, die vielen das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Auch in der Hansestadt Salzwedel wurden kürzlich schmackhafte Streetfood-Snacks serviert. Aber ist das auch etwas für die Rolandstadt?.

Das „Philly Cheese Steak“, ein Sandwich aus Amerika, fand jüngst in der Westaltmark großen Anklang.

„Prinzipiell steht die Hansestadt Stendal der Idee eines Streetfood-Festivals positiv gegenüber“, lässt Stadtsprecher Armin Fischbach auf Nachfrage der AZ wissen und führt dazu aus: „Diese Art von Festival scheint hohen Anklang bei der Bevölkerung zu finden und bietet gerade auch regionalen Erzeugern eine schöne Gelegenheit, ihre kreativen, kulinarischen Produkte zu präsentieren.“ Planungen vonseiten der Stadt, ein solches Festival auszurichten, gebe es derzeit allerdings nicht.

Der Kalender der Rolandstadt sei vorerst voll genug. „Unser Veranstaltungsmanagement bietet über das gesamte Jahr hinweg eine bunte Vielfalt unterschiedlicher Veranstaltungen“, ist der Sprecher überzeugt. Dazu gehörten etwa die anstehende „Garten & Ambiente“ am 27. April in der Altstadt, das Rolandfest vom 14. bis 16. Juni, das Kinder- und Familienfest am 15. September am Stadtsee, der fünfte Handwerkermarkt am 3. Oktober am Altmärkischen Museum und die Stendaler Lichttage, die vom 17. bis zum 19. Oktober zu erleben sind.

Und dann steht am 12. bis 15. Dezember auch schon wieder der nächste Weihnachtsmarkt an. „In Anbetracht dieses Jahresprogramms und anstehender Jubiläen bleiben schlicht keine Kapazitäten, um ein Streetfood-Festival aus der Taufe zu heben“, bedauert Fischbach.

Nicht nur regionale Speisen gehören auf ein Streetfood-Festival – wie etwa polnische „Pierogi ruskie“.

Ganz vom Tisch ist das Thema deshalb in Stendal aber noch nicht: „Sollten Privatveranstalter eine solche Veranstaltung in unserer Hansestadt organisieren wollen, wären wir jedoch offen für ihre Vorschläge und würden im Rahmen unserer Möglichkeiten Unterstützung leisten“, heißt es dazu auf AZ-Anfrage aus dem Rathaus der größten Altmarkstadt. Restaurants in und um Stendal gebe es genug. Ob die lokalen Gastronomen aber auch daran interessiert sind, ihre Speisen bei einem Streetfood-Festival in der Kreisstadt zu präsentieren, wird sich erst zeigen.

VON CHARLOTTA SPÖRING

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