Landes-CDU droht Alexander von Bismarck Konsequenzen an

Keine Demo in Insel

+
Polizei vor dem Haus der ehemaligen Sexualstraftäter.

Im Stendaler Ortsteil Insel wird es am Sonnabend keine Demonstration gegen die beiden im Ort lebenden Ex-Sexualstraftäter geben. Das sagte gestern Ortsbürgermeister Alexander von Bismarck.

Im Ort gab es solche Bestrebungen, CDU-Mann von Bismarck war daraufhin stark unter Beschuss geraten. Die Landes-CDU drohte gestern ihrem Mitglied Konsequenzen bis hin zu einem möglichen Parteiausschluss an. Seine Partei wirft ihm vor, er stelle sich „an die Spitze einer zweifelhaften Bewegung, die eine Missachtung verbriefter Grundrechte zumindest billigend in Kauf nimmt“. Dazu wollte sich von Bismarck nicht äußern. Er sagte aber, dass er „von Anfang an deeskalierend gewirkt“ habe und lediglich für seine Bürger dagewesen sei. Nach einem Treffen mit von Bismarck veröffentlichte Stendals Oberbürgermeister Klaus Schmotz eine Erklärung, in der es unter anderem heißt: „Es ist hilfreich, nicht durch erneute Demonstrationen die Situation zu verschärfen.“ Das sei auch seine Auffassung, so von Bismarck. Der Landtag debattiert voraussichtlich schon heute über die Situation in Insel. Erstmals wird sich auch Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) zu den Vorgängen äußern.

Von Theo Weisenburger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare