21 angehende Jugendleiter absolvieren Ausbildung in den Räumen der Feuerwehr Stendal

„Es ist kein stupides Lernen“

An zwei Wochenenden werden alle Kursteilnehmer fit gemacht für die ehrenamtliche Jugendarbeit. Insgesamt müssen 40 Ausbildungsstunden belegt werden. Fotos (3): Hörnke/oh
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An zwei Wochenenden werden alle Kursteilnehmer fit gemacht für die ehrenamtliche Jugendarbeit. Insgesamt müssen 40 Ausbildungsstunden belegt werden.

red Stendal. Aufgrund der großen Nachfrage veranstaltet die Jugendfeuerwehr des Landkreises in Zusammenarbeit mit mehreren Organisationen, wie dem Kreis-Kinder- und Jugend-Ring und dem Jugendamt eine „Juleica“-Ausbildung für 21 angehende Jugendleiter.

„Juleica“ steht für Jugendleiter-Card, wobei es sich um einen bundesweit einheitlichen Ausweis handelt, der ehrenamtliche Mitarbeiter in der Jugendarbeit legitimiert und zugleich als Qualifikationsnachweis für die Inhaber dient.

Die „Juleica“ soll die gesellschaftliche Anerkennung für ehrenamtliches Engagement zum Ausdruck bringen. Der dafür notwendige Kurs, der in der Kreisstadt angeboten wird, entspricht inhaltlich den Ausbildungsinhalten für Sachsen-Anhalt. Er beinhaltet insgesamt 40 Ausbildungsstunden.

An zwei Wochenenden erhalten Frauen und Männer aus den Ortswehren im gesamten Landkreis alle wichtigen Informationen rund um die Jugendarbeit. Somit bekommen sie eine gute Basis für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Jene sei sehr wichtig und sei Grundvoraussetzung, betonen Kreisjugendwart Klaus Hörnke und Kreisbrandmeister Dr. Ringhard Friedrich. „Es ist kein stupides Lernen, denn jede Situation ist anders“, erläutern die Kursleiter Antje Walther und Klaus Müller. So stehen an den zwei Wochenenden die Themen Erste-Hilfe- Ausbildung, Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, pädagogische Ziele, Rechtliches zu Aufsichtspflicht, Jugendschutz und Haftung, Gruppenpädagogik (Rollen, Gruppenphasen, Leitungsstile), Kooperations-, Interaktions- und Problemlösungsspiele in der Jugendfeuerwehr, das Planen und Organisieren von Projekten und Aktivitäten sowie Konfliktbewältigung und Prävention auf dem Kursplan. Auch feuerwehrspezifische Themen fließen in die Ausbildung ein. Eine Teilnahme an beiden Wochenenden ist zwingend erforderlich, weil sie vorgeschrieben ist. Nach erfolgreicher Absolvierung aller Lehrstunden bekommen die Kursteilnehmer zwei Zertifikate, geben die Kursleiter bekannt.

Der Ausweis „Juleica“ ist für drei Jahre gültig. Um ihn zu verlängern, muss eine mindestens zehnstündige Weiterbildung absolviert werden.

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