Mehr als 60 Anfragen nach Bauplätzen bei der Stadt seit Februar / Verwaltung zeigt sich zufrieden

„Kataster findet regen Zuspruch“

Auch eine Fläche im Baulandkataster: An der Langobardenstraße im Stadtteil Nord findet sich ein Grundstück, welches aktuell noch als Grünfläche ausgewiesen ist. Wenn dies zur Wohnbaufläche geändert wird, ist eine Bebauung möglich. Foto: Krug
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Auch eine Fläche im Baulandkataster: An der Langobardenstraße im Stadtteil Nord findet sich ein Grundstück, welches aktuell noch als Grünfläche ausgewiesen ist. Wenn dies zur Wohnbaufläche geändert wird, ist eine Bebauung möglich.

Stendal. Entgegen der Kritik einiger Stadträte ist die Stadtverwaltung von der Resonanz bezüglich des Baulandkatasters positiv überrascht. „Das Kataster findet einen regen Zuspruch. Wir sind zufrieden“, berichtet Stadtsprecher Klaus Ortmann auf AZ-Anfrage.

Die Stadt veröffentlichte das Baulandkataster im Februar dieses Jahres. Seit jeher habe es sich etabliert. „Wir haben bislang über 60 Anfragen“, so Ortmann. Zuletzt bemängelte CDU-Stadtrat Dirk Hofer, dass „von einer bedarfsgerechten Baulandausweisung nach wie vor nicht auszugehen ist".

Neben einem Areal an der Haferbreite soll in der Stadt noch ein weiteres Gebiet zur Wohnbebauung erschlossen werden. In der Verwaltung gibt man sich weiterhin verschlossen darüber, wo diese Fläche sein soll. „Das ist noch nicht spruchreif“, ist weiterhin der Kommentar der Verwaltung. Für die Haferbreite stehe auch bereits ein Bebauungsplan fest. Näheres will die Stadt zu gegebener Zeit mitteilen. Eine der Kritikpunkte Hofers ist, dass im Kataster Flächen zur Bebauung empfohlen werden, „ohne, dass planungsrechtliche Fragen auch nur ansatzweise geklärt sind“. Ortmann verweist auf den grundsätzlichen Sinn und Zweck des Katasters. „Sie werden da momentan kein Grundstück finden, bei dem in der nächsten Woche die Bagger anrücken“, sagt der Stadtsprecher.

Bis alle planungsrechtlichen Fragen geklärt seien und es tatsächlich zu einer Bebauung kommen könne, vergehe entsprechen viel Zeit. Die Anfragen, die von möglichen Bauherren zu einzelnen Flur- oder Grundstücken an die Stadt herangetragen werden, müssten zunächst verwaltungsintern bearbeitet werden. Ortmann: „Alles andere ist unrealistisch.“

In der Innenstadt dürfte dann auch nicht mehr allzu viel passieren, was das Bebauen mit neuen Wohn- oder Geschäftshäusern betrifft. „Zentral haben wir alle Brachen bebaut“, so Ortmann. Auf einer Freifläche an der Breiten Straße, gegenüber der Einmündung Hoock, entstehen Wohn- und Geschäftshäuser. Am Werk ist ein privater Investor. Auch auf der schräg gegenüberliegenden Seite der Breiten Straße, neben einem Uhrmacher, präsentiert sich derzeit noch eine Baulücke. „Dafür haben wir ernsthafte Interessenten“, berichtet der Stadtsprecher.

Auch am Bruchweg, gegenüber der Bilingualen Grundschule, gebe es Möglichkeiten, Bauflächen zu schaffen. Ortmann: „Aber der Stadtrat hat sich ja dagegen entschieden.“ Es sei nachvollziehbar, dass sich eventuelle Bauherren für ein freies Grundstück auch in Richtung der Ortsteile orientieren müssen. So sei in Börgitz „etliches frei“. Nicht direkt vor den Toren der Stadt, jedoch ist die Fläche in der Kernstadt auch begrenzt. Nichtsdestotrotz weist das Kataster noch diverse übrige Bauflächen aus.

Von Mike Höpfner

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