Freie Fahrt für die Pflege

Kampagne gestartet: Johanniter-Krankenhaus Stendal wirbt um Personal

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Von der Pflegekraft zum Model: Nicole Aschenbach, Marvin Treu und Jeanette Junghanns (v.l.) arbeiten in der Unfallchirurgie des Johanniter-Krankenhauses. Mit der Kampagne „Steig bei uns ein“ werben sie um Kollegen.

Stendal – Fachkräfte in der Pflege sucht man vielerorts. Das Johanniter-Krankenhaus in Stendal will seine Mitarbeiter künftig im Straßenverkehr finden.

Ein Linienbus mit der Aufschrift „Johanniter-Krankenhaus in Stendal – Steig bei uns ein“ wirbt seit gestern um Pflegepersonal.

„Es ist erstmal ein Testballon für ein Jahr. Wir wollen gucken, ob sich Leute dadurch angesprochen fühlen“, sagt Krankenhaus-Sprecherin Claudia Klupsch bei der Jungfernfahrt am Dienstag.

Für neue Kollegen werben auf dem Bus mit strahlendem Lächeln Jeanette Junghanns (27), Marvin Treu (23) und Nicole Aschenbach (43). Alle drei sind als examinierte Pflegekräfte in der Unfallchirurgie der Stendaler Klinik tätig. „Ein komisches Gefühl, sich plötzlich auf einem Bus zu sehen, es macht aber auch stolz“, erzählt Marvin der AZ.

Er mag an seinem Job vor allem den täglichen Kontakt zu Menschen. Weiterempfehlen möchten auch die beiden Frauen ihre Arbeit: „Das Arbeitsklima ist toll und die Bezahlung stimmt auch“, sagt Jeanette. Sie spielt mit dem Gedanken, später einmal in die Palliativpflege zu arbeiten. Nicole fügt hinzu: „Die Leute brauchen uns. Die Krankenpflege ist ein sehr dankbarer Beruf, finde ich.“ Und die Arbeit in Schichten? „Man weiß ja, worauf man sich einlässt. In einigen Bereichen arbeitet man mehr in Schichten als in anderen. Für mich ist das absolut in Ordnung“, findet Marvin.

Pflegedirektorin Beate Wogawa erhofft sich durch die Werbe-Aktion bis zu 15 neue Kräfte. Gebraucht werden examinierte Pflegekräfte und Kinderkrankenschwestern, Krankenpflegehelfer, Hebammen, Operationstechnische Assistenten, Sterilisationsassistenten, Anästhesietechnische Assistenten, Medizinisch-technische Radiologieassistenten sowie Medizinische Fachangestellte.

Unterwegs sein wird der Bus übrigens weniger in Stendal und Umgebung, sondern hauptsächlich um Gardelegen, Kalbe und Salzwedel. Das sei zwar nicht bewusst so geplant, erfülle aber hoffentlich auch dort seinen Zweck, meint die Sprecherin.

VON CHARLOTTA SPÖRING

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