Regeln zum Öffnen noch nicht bekannt / Ferienzeit nicht im Fokus

Jugendtreffs in Stendal scharren mit den Füßen

Wie hier im Stendaler MAD-Club, in dem es einen Kletterpark gibt, werden in den diversen Jugendclubs in der Rolandstadt diverse Aktivitäten für Kinder und Jugendliche angeboten.
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Wie hier im Stendaler MAD-Club, in dem es einen Kletterpark gibt, werden in den diversen Jugendclubs in der Rolandstadt diverse Aktivitäten für Kinder und Jugendliche angeboten.

Stendal – Während der Wochen der Corona-Hygienemaßnahmen gab es für Kinder nicht viel zu tun. Mittlerweile können Spielplätze wieder besucht werden, eine der sonstigen Anlaufstellen, die Jugendclubs, stehen jedoch nur eingeschränkt zur Verfügung.

„Momenten sind wir alle noch geschlossen“, erklärt Samuel Kloft vom Kids Club und Verein Lebendige Steine. Zu tun gab es trotzdem. Eltern hätten sich vermehrt gemeldet und nachgefragt, ob es Angebote für ihre Kinder gibt. „Einen echten Vergleich zu sonst können wir dabei aber nicht ziehen“, führt Kloft weiter aus. Normalerweise würden die Nutzungszahlen über die Besucher erfasst, die momentan jedoch komplett ausfallen. Der Kids Club hat vermehrt Bastelsets zusammengestellt, die Eltern für ihre Kinder abholen konnten. Diese seien stark nachgefragt gewesen. Unterstützung wurde auch bei Nachhilfe und der Essensversorgung gesucht. „Wir haben momentan mehr Kontakt zu den Familien“, beschreibt Kloft die Situation.

Wie es in den kommenden Wochen weitergeht, stehe aber noch in den Sternen. Zwar sollen Sozio-kulturelle- und Freizeiteinrichtungen ab dem 28. Mai wieder öffnen, einen genauen Fahrplan dafür gebe es jedoch noch nicht. Deshalb kann auch noch nicht geplant werden, wie die Sommerferien gestaltet werden. „Die Kinder haben wochenlang zuhause gesessen und wollen wieder raus“, sagt Kloft. Noch sei unbekannt, ob Freizeiten und Fahrten gemacht werden können. Auch unter welchen Auflagen die Clubs und Treffs wieder öffnen dürfen stehe nicht fest. Die Hoffnung im Kids Club sei, dass die Regeln nach Pfingsten so fest stehen, dass wieder eine ausführliche Planung aufgestellt werden kann. Auch, um Eltern während des Sommers Angebote für ihre Kinder machen zu können. Denn auch wenn die deutsche Reisewarnung voraussichtlich ab dem 15. Juni nicht verlängert wird, steht noch nicht fest, ob andere Länder eine Einreise zulassen. Für einige Familien fällt deshalb vielleicht der geplante Sommerurlaub ins Wasser. Ein besonders großer Ansturm auf Betreuungsangebote sei jedoch nicht zu erwarten, wie Dirk Wetter vom Mad-Club erklärt. Den größten Andrang gebe es normalerweise während der dunklen Jahreszeit und nicht im Sommer. Viele Jugendliche würden bei gutem Wetter eher draußen oder in Schwimm- und Freibädern ihre Zeit verbringen. Ob diese wegen möglicher Auflagen jedoch leerer bleiben als sonst, und dementsprechend mehr Kinder und Jugendliche die Treffs besuchen, könne noch nicht abgeschätzt werden.

VON STEFAN HARTMANN

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