30 Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus

Griff zur Flasche nimmt zu

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Alkohol bis zum Abwinken: Das Rauschtrinken, auch „Komasaufen“ genannt, bei Jugendlichen nimmt weiter zu.

Stendal. Die Zahl jugendlicher „Komasäufer“ ist in Stendal gestiegen, der Griff zur Flasche nimmt zu. 2012 kamen 30 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Diese Zahlen nannte Mathias Eckstein von der DAK in Stendal.

Alkohol bis zum Abwinken: Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt bundesweit ein Problem. Laut aktueller Landesstatistik nahm die Zahl der Betroffenen hier im Vergleich zu 2011 um 20 Prozent zu (die AZ berichtete). In der Altersgruppe der 10- bis 15-Jährigen mussten allein zehn Kinder in einer Klinik behandelt werden.

„Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist ein Alarmzeichen. Unser Ziel ist langfristig eine positive Entwicklung“, sagt Mathias Eckstein. Doch in den vergangenen zehn Jahren nahmen die alkoholbedingten Klinik-Einlieferungen in unserer Region um 400 Prozent zu.“ Auch landesweit gab es in diesem Zeitraum einen deutlichen Anstieg. In der Altersgruppe von 15 bis 20 Jahren landeten 2012 zum Beispiel 450 Jugendliche im Krankenhaus. Die Zahl der betroffenen Jungen war mit 303 Fällen höher als bei Mädchen mit 147 Behandlungen. 52 000 Schüler bekennen Farbe.

Um ein Zeichen gegen das Rauschtrinken zu setzen, startet die Krankenkasse zum fünften Mal ihre Präventionskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“. Seit 2010 wurden bei diesem mehrfach ausgezeichneten Wettbewerb bereits 52 000 Schüler mit ihren Plakaten zu Botschaftern gegen das Komasaufen. Auch 2014 werden laut Eckstein bundesweit wieder mehr als 11 000 Schulen zur Teilnahme an der Aktion eingeladen, davon zahlreiche Schulen in der Region Stendal.

„Im vergangenen Jahr konnte die Klasse 9c der Stendaler Pestalozzi-Schule den Landessieg einfahren“, erinnert Mathias Eckstein. „Wir hoffen, das gibt noch einen Extra-Motivationsschub für die Jugendlichen der Region, an dem Wettbewerb teilzunehmen.“

Von Arno Zähringer

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