100 000 Steine / 50 Teilnehmer basteln mit / 11 Meter bebaut

Kinder bauen Corona-Fantasie-Stadt

Vor einem Supermarkt aus Klemmbausteinen bildet sich eine Schlange.
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Ärgerlich, aber gehört auch dazu: selbst in der Lego-Fantasie-Stadt bilden sich Schlangen vor dem Supermarkt.
  • Stefan Hartmann
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Erneut waren Kinder und Jugendliche dazu aufgerufen, sich am nächsten Bauprojekt des Eckstein-Jugenclubs zu beteiligen. Über mehrere Wochen bastelten über 50 Teilnehmer die neue Corona-Lego-City.

Stendal – (Von Ute Krug) Mit unzähligen bunten Bauklötzchen entstand in zwei Wochen in den Räumen des Eckstein-Jugendclubs im Stendaler Stadtseegebiet eine Corona-Stadt. In der Ferienwoche haben die Kinder und Jugendlichen mit dem Aufbau der L-förmigen Stadt begonnen. Dank der Kooperation mit dem Bündnis Partnerschaft für Demokratie der Hansestadt Stendal konnten weitere Bauteile sowie Figuren angeschafft werden. Somit können die Kinder und Jugendlichen mit weit über 100 000 Bausteinen eine Stadt nach ihren Wünschen entstehen lassen. Auf einer Fläche von 11 Meter sprießen förmlich Wolkenkrater, Einkaufszentrum, Windkraftanlage, Altenheim, Flughafen, Autobahn, Rathaus und Impfzentrum aus dem sprichwörtlichen Boden.

Insgesamt sind 50 Kinder und Jugendliche am Bauprojekt beteiligt. Pandemiebedingt wurden die Kinder und Jugendlichen in fünf Gruppen eingeteilt. Jeweils zwei Stunden pro Tag arbeiten die Zweier-Teams an ihrem kleinen Projekt, das zu einer großen Stadt zusammengefügt wird. So komme man in der zweiwöchigen Bauzeit auf die sonst übliche Bauzeit von drei Tagen, erklärte Samuel Kloft, Leiter der Einrichtung und Stadtratsmitglied. Einige Teilnehmer hatten keine Lust mehr auf das Thema Corona und bauten eben die Stadt so wie sie sie sich wünschen. Die Kinder und Jugendlichen konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen und schöpften aus ihrem Ideenreichtum, berichtete Samuel Kloft. Sie identifizierten sich mit Autobahn-Neubau, Windkraftanlagen, Rettungshubschrauber auf dem Dach des Krankenhauses genauso wie mit einer Menschenkette vor dem Supermarkt, Corona-Demonstrationen, Impfzentren oder dem Altenheim, in dem die Pflegekräfte einen Mund-Nasenschutz tragen.

Dieser Mund-Nasenschutz ist auch zu tragen bei der Besichtigung der Corona-Stadt aus Legosteinen. Am Montag und Dienstag stehen noch Verschönerungen und Detailarbeiten an. Am Mittwoch dürfen sich die Eltern, unter den bekannten Hygienebestimmungen, Lego-City ansehen. Die interessierte Öffentlichkeit ist am kommenden Donnerstag den 25. Februar von 12 bis 18 Uhr willkommen. Auch hier gelten die Bestimmungen zur Pandemie-Eindämmung. Jeweils ein Haushalt plus eine Person darf sich gleichzeitig die bunte und einzigartige Stadt aus Kunststoff-Steinchen ansehen, bevor sie schweren Herzens in Einzelteilen in die jeweiligen Kisten verschwindet. 

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