Gala-Abend im September

Jubiläumsjahr bringt Ehemalige in Stendal zusammen: „Kunstplatte nicht sterben lassen“

Vor 20 Jahren hat sich der Verein „Kunstplatte“ mit dem Ziel gegründet, Jugendlichen aller gesellschaftlichen Schichten Kunst und Kultur anzubieten. Ehemalige kommen heute wieder zusammen.
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Vor 20 Jahren hat sich der Verein „Kunstplatte“ mit dem Ziel gegründet, Jugendlichen aller gesellschaftlichen Schichten Kunst und Kultur anzubieten. Ehemalige kommen heute wieder zusammen.

Stendal – Plattenbau mit Ladenzeile im Stendaler Wohngebiet „Stadtsee“ - vor 20 Jahren hat sich dort der Verein „Kunstplatte“ gegründet. Das Ziel: Kunst und Kultur für Jugendliche aller gesellschaftlichen Schichten anbieten.

Das hat erfolgreiche Musiker und Musical-Darsteller hervorgebracht. Und bringt diese im Jubiläumsjahr zurück in den Proberaum.

In dem der Musikschule in Stendal werden Noten sortiert, die Auswahl der Lieder wird besprochen. Die Menschen, die als Band Musik machen, haben hier zuletzt vor über 15 Jahren gemeinsam musiziert. Bernd Zürcher beobachtet die Szene. Der Vorsitzende der Stendaler Kunstplatte ist begeistert von dem, was er sieht:

„Ich bin zurück in der Zeit und das ist einfach Wahnsinn. Dass das auch einfach klappt zu dieser 20-Jahr-Feier, dass die Band sich wieder zusammenfindet, dass Ehemalige auftreten werden. Und das ist ja so angelegt als Gala, wir feiern uns. Das ist schön, in die alten Zeiten zurückzugehen.“

Diese alten Zeiten haben einige Musicals hervorgebracht. Die Musikschulband hat Produktionen wie Rent, Fame oder auch Linie 1 begleitet. Auf der Bühne haben Jugendliche das Szenenbild mit Leben erfüllt. Was im Plattenbau begann, wird seit ein paar Jahren im Theater der Altmark und an anderen Orten gelebt. Die Vereinsarbeit hat sich verändert, beschreibt Zürcher.

„Die Zukunft - da müssen wir noch groß nachdenken. Ja, ich komme jetzt auch in das Alter, wo man die ganze Belastung eines Vorsitzenden nicht weiter tragen kann. Wir suchen nach Wegen, dass dieser künstlerische Bereich bestehen bleibt. Ich will die Kunstplatte nicht sterben lassen, zumindest das Angebot nicht sterben lassen. Und für mich persönlich hat Priorität der ländliche Raum.“

Dort unterhält die Kunstplatte unter anderem ein Filmprojekt in Grieben oder bietet Ferienangebote in Kooperation mit der Schulsozialarbeit in Goldbeck an. Die Herausforderung für den Verein - die Finanzierung im Allgemeinen und das Werben um notwendige Fördermittel. Doch erst gilt es, die Erfolge zu feiern. Ende September wird es einen Gala-Abend zum Jubiläum der Stendaler Kunstplatte geben. Informationen zu den Angeboten gibt es im Internet unter www.kunstplatte.de.

Von Alexander Klos

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