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Johanniter-Krankenhaus Stendal: Mindestens 90 Prozent des Personals geimpft

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Von: Stefan Hartmann

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Der Eingangsbereich des Johanniter-Krankenhauses in Stendal.
Im Stendaler Johanniter-Krankenhaus gibt man sich betont entspannt mit Blick auf das Eintreten der Impfpflicht. Größere Sorgen gebe es wegen möglicher krankheitsbedingter Ausfälle. © Hartmann, Stefan

Die Impfpflicht für Personal in Medizin- und Pflegeberufen rückt näher. Das Johanniter-Krankenhaus Stendal blickt dem bislang noch recht gelassen entgegen: Der überwiegende Teil der Mitarbeiter sei bereits geimpft.

Stendal – Noch etwas über einen Monat dauert es, bis die Impfpflicht an die Tore des Johanniter-Krankenhauses in Stendal, und auch überall sonst bei den Pflegeeinrichtungen, anklopft. Besorgt, dass es zu einem großen Personalmangel kommen könnte, sei man im Krankenhaus nicht, erklärt dessen Sprecherin Claudia Klupsch auf AZ-Nachfrage.

Relevant werden die Impfdaten erst zum 15. März, aber abgefragt werden sie bereits. Die Informationen seien bislang noch nicht vollständig, aber nach aktuellem Stand liege die interne Impfquote bei 90 Prozent. „Die Mitarbeiter haben aber bis zum letzten Tag Zeit, die Daten anzugeben“, betont Klupsch. Die tatsächlichen Zahlen könnten also bereits jetzt etwas höher liegen – oder bislang Ungeimpfte noch geimpft werden. Eine besondere Abwanderung aus dem Gesundheitssektor lasse sich daraus nicht herleiten. Das zeige sich auch in dem Fehlen von entsprechenden Nachfragen der Mitarbeiter. Es hätte nur vereinzelt Fragen nach Konsequenzen gegeben, was passiert, wenn ein Mitarbeiter ungeimpft bleibt. „Ankündigungen von Kündigungen gibt es momentan nicht“, stellt Krankenhaus-Direktor Michael Schmidt fest. Dementsprechend seien auch keine relevanten Einschränkungen wegen des Fehlens von Mitarbeitern zu erwarten. Gleichwohl werde an Plänen für Dienstausfälle gearbeitet. Jedoch nicht wegen der Impfpflicht, sondern wegen möglichen Omikronfällen unter den Mitarbeitern. Dazu gehöre auch die Anpassung von Dienstplänen.

Insgesamt befürworteten die Johanniter eine Impfpflicht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, heißt es in einer entsprechenden Antwort. Diese gewährleiste einen höchstmöglichen Schutz von Patienten, Bewohnern und Mitarbeitenden. Tatsächlich seien die Johanniter auch für eine allgemeine Impfpflicht. Diese beziehe sich jedoch nicht auf Kinder und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden könnten.

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