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Jahresziel: Ausflüge ermöglichen

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Jagdgenossenschafts-Vorsitzende Kristina Grahn überreichte Arche-Leiter Mario Tiesies die kleine Schatztruhe mit der Spende. © Nowak

Stendal. Das Christliche Kinder und Jugendprojekt „Arche Stendal“ kocht täglich zwischen 25 und 35 Mittagessen für bedürftige Kinder.

Der überwiegende Teil der Nahrungsmittel erhält der Verein durch Sachspenden, dennoch müssen monatlich bis zu 400 Euro für zusätzliche Speisen ausgegeben werden. Die Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Mahlwinkel/Zibberick, Kristina Grahn, spendete der Stendaler Arche gestern 1 020 Euro im Namen ihrer Genossenschaft.

Das Geld stammt aus den Pachten der Genossensschaft, die rund 960 Hektar Jagdgebiet verwaltet. Auf die Arche aufmerksam geworden ist die Vorsitzende Grahn durch eine Freundin, die ihr von der ehrenamtlichen Arbeit des Vereins erzählte. Bei einem Besuch des Kinder- und Jugendprojektes an der Stendaler Adolph-Menzel-Straße im November überzeugte sich Grahn dann persönlich von dem guten Geist des Projektes. Vor allem, dass es keine Verwaltung wie bei vielen anderen gemeinnützigen Organisationen gibt, habe Grahn letztendlich überzeugt, dass das Geld dort gut angelegt sei.

Und das kann Projektleiter Mario Tiesies nur bejahen. Der Verein verzeichne ein monatliches Defizit zwischen 800 bis 1 000 Euro, erklärte er. „Wir wissen oft nicht, ob es uns in den nächsten drei Monaten noch gibt“ erklärte er im Gespräch mit der AZ. Die Spendensumme bringe dem Verein jedoch mindest einen, wenn nicht anderthalb Monate über die Runden, bekundete er frohen Mutes.

Das Jahr 2011 sei ein recht erfolgreiches Jahr gewesen. Vor allem das Sommerlager in der Klietzer Heide hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht, berichtete Tiesies. 80 Kinder aus dem Landkreis Stendal nahmen an dem Camp teil, das die Arche mit dem Verein „Lebendige Steine“ organisiert hatte. Zudem konnte sich das Projekt über einige Sachspenden freuen, so zum Beispiel ein Kicker und eine Tischtennisplatte, die den Kinder neue Möglichkeiten der Freizeitgestaltung geben. Allerdings gab es im Jahr 2011 auch weniger positive Dinge zu berichten. So war besonders der Rückbau des elfgeschossigen Plattenbaus. „Der Lärm, Staub und Dreck raubte uns die letzten Nerven“, erinnert sich Tiesies zurück. Ein weiteres Manko im Jahr 2011 war, dass es der Verein nicht geschafft hat, einen dringend benötigten Kleinbus sein neues Eigen nennen zu können. Doch dieses Vorhaben soll im laufenden Jahr verwirklicht werden.

Zudem ist geplant, die größte Sachspende, die der Verein im vergangenen Jahr erhielt, fit zu machen: Ein Segelboot. Das aus Holz bestehende Wassergefährt stammt ursprünglich aus den Niederlanden und wurde dort in den 1960er-Jahren gebaut. Im Sommer soll das mittlerweile in die Jahre gekommene Schmuckstück restauriert werden und im Jahr 2013 erhält das Boot einen festen Liegeplatz im Hafen von Plauen an der Havel. Das Segelboot, das den Namen „Arche“ tragen wird, soll dann für den Verein dienlich sein. Zum einen als Ausflugsmöglichkeit, zum anderen soll es auch gegen eine Spende ausgeliehen werden können. Spenden sind für die Stendaler Arche die einzige Möglichkeit, sich zu finanzieren, erklärte Tiesies. Besonders die Daueraufträge von monatlich zehn Euro hielten den Verein am Leben. Würde es davon mehr geben, könnten die größeren Spendensummen, die der Verein erhält, für Anschaffungen oder Tagesfahrten verwendet werden, gibt Tiesies zu bedenken und erklärt dies gleichzeitig zum Vereinsziel für das Jahr 2012. Wer der Stendaler Arche Spenden zukommen lassen möchte, kann sich bei Mario Tiesies unter Tel. (03931) 58 94 68 0 melden.

Von Oliver Nowak

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