Jägerin aus Stendal macht sich auf Facebook Luft

Jagdhund Nick angefahren, Kfz-Kennzeichen abmontiert und dann geflüchtet

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Nick hat großes Glück, dass er noch lebt.

mdk Stendal. Er liegt ganz ruhig da. Das Fell ist an einigen Sellen offen, blutige Wunden sind zu sehen. Jagdhund Nick ist gerade von einem Auto angefahren und dabei schwer verletzt worden. Was die knapp 100 Jäger einer Drückjagd am Sonnabend in Stendal, unter ihnen auch Sarah Elisa Olitzsch, am meisten schockiert: Der Unfallfahrer blieb laut Zeugenaussagen stehen, sah den verletzten Hund, montierte seine Kfz-Schilder ab und flüchtete.

Noch vor Ort wurde der Jagdhund behandelt.

"Das verstehe ich einfach nicht. Unfälle passieren. Er hätte doch nichts zu befürchten gehabt", sagt die 20-jährige Jägerin der AZ und meint damit den Fahrer eines silberfarbenen VW Golfs. Jagdhund Nick, seine Rasse nennt sich Kopov Bracke, war am Sonnabend zusammen mit anderen Hunden in einer Meute bei der Drückjagd zwischen Dolle und Colbitz im Einsatz. Er geriet offenbar versehentlich auf die Bundesstraße 189, wo das Unglück seinen Lauf nahm. Ein Bekannter von Sarah Elisa Olitzsch beoabachtete den Unfall von weitem, erzählt die Stendalerin. Er konnte aber nicht schnell genug zum Unfallort eilen, um den Fahrer zu aufzuhalten.

Nick trägt schwere Verletzungen davon: Blutende Wunden und ein offenes Kniegelenk. Ein Tierarzt wird gerufen. Die kleineren Wunden werden vor Ort behandelt und zum Teil genäht. Das verletzte Gelenk wird später vom Tierarzt in Oschersleben behandelt. "Nick geht es den Umständen entsprechend gut", sagt Sarah Elisa Olitzsch. Nick hatte offenbar großes Glück, erfährt die junge Frau später vom Tierarzt.

Ihrem Ärger Luft über den Vorfall machte die 20-jährige Auszubildende auf Facebook, postete dort ihre Fotos von dem verletzten Tier. In dem sozialen Netzwerk richtet sie auch das Wort an den Unfallfahrer: "Unfälle passieren. Aber du hättest wenigstens die Polizei oder den Besitzer anrufen können [...]".

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