Baubeschluss für Aussichtsbrücke: Arneburgs neuer Stadtrat entscheidet in erster Sitzung

Für Ja-Sager ohne Höhenangst

Sechs Ecken soll der für die Hochzeiten und andere besondere Feste nutzbare Pavillon hoch über Arneburgs Elbstrand zählen. Das „Lustzelt“ soll ähnlich gestaltet werden wie der Pavillon, der vor dem Rathaus der Elbestadt steht. Am Mittwoch sollen die frisch gewählten, neuen Arneburger Stadträte beschließen. Grafiken (2): Maik Krebs

Arneburg. Wer sich traut, soll bald in 30 Metern Höhe über dem Arneburger Elbufer Ja sagen können. Für ein wahrscheinlich auf Bohrpfählen gegründetes Bauwerk aus Stahlbeton, Edelholz und Glas am Hang des Burgbergs soll der neue Stadtrat am Mittwoch, 2.

Juli, den Baubeschluss fassen. Damit könnte der schönste Elbblick Sachsen-Anhalts mit einem Alleinstellungsmerkmal aufwarten, dessen ungewöhnliche Dimension seinesgleichen sucht.

Als im Oktober 2012 Arbeiten zur Rettung des rutschenden Hangs unter der Burgterrasse anstanden, ist ein in Stendal ansässiges Ingenieurbüro beauftragt worden, eine Aussichtsbrücke mit Pavillon zu konzipieren. Burgterrassen-Baubetreuer Maik Krebs gestaltete Entwurfsgrafiken im 3-D-Format. Im Oktober 2013 legte Vermesser Sven Pietsch das Aufmaß vor. Ende Januar gab ein Stendaler Geologie-Büro sein Gutachten zur Tragfähigkeit des Baugrunds ab.

Arneburgs Burgbrücken-Gäste wandeln künftig auf einem 2,50 Meter breiten und 30 Meter langen Steg auf edlem Teakholz zwischen Geländern auf beiden Seiten zu einem sechseckigen Pavillon. Dieser wird eine Grundfläche von rund 32 Quadratmetern beherbergen und wird, wie das „Lustzelt“, aus Stahl und Glas vor Arneburgs Rathaus gestaltet. Brücke und Pavillon gründen sich auf Stahlstützen.

Aussichtsbrücke und Aussichtspavillon in Arneburgs luftiger Elbstrandhöhe sollen Touristen und Burggaststätten-Publikum in Hochstimmung versetzen. Sie sollen ein besonderer Ort für besondere Momente sein. Dabei setzen die Stadtväter auf Veranstalter ungewöhnlicher Feste und auf extreme Romantiker. Denn das Bauwerk soll eine der ersten Adressen für Hochzeiten werden.

Knapp 33 Meter wird das Bauwerk vom Boden bis zur Spitze messen. In der erst jüngst fertiggestellten Burgterrassen-Plattform lagern bereits Leerrohre für Strom, denn Licht in Himmelsnähe schadet ja nicht.

Von Antje Mahrhold

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare