Zwei nicht unbekannte Herren vor Gericht

Investoren geprellt?

Stendal. Angeblich ging es bei allen Vorfällen um das Wohlergehen einer Solaranlagen-Firma. Laut Gerichtssprecher Dr. Michael Steenbuck lautet die Anklage auf Betrug.

Weil die beiden Herren, beide aus der Region, in falscher Absicht Kommanditisten geworben haben sollen, müssen sie sich aktuell vor dem Stendaler Amtsgericht verantworten – es geht um einen Betrag in Höhe von einer knappen Viertelmillion Euro.

Die Angeklagten sind vor Gericht keine Unbekannten. Beide sind bereits mehrfach verurteilt worden. „Hier geht es um den Zeitraum von Februar 2010 bis Januar 2015“, sagt Dr. Steenbuck über den Zeitraum der Ereignisse. Die beiden Beschuldigten hätten bei ihrem Vorgehen einen Strohmann gehabt, den sie aus Kindertagen kennen. „Der war immer offiziell der Geschäftsführer jener Kommanditgesellschaft“, erklärt Dr. Steenbuck. Die Angeklagten seien „von Investor zu Investor getingelt“ und hätten um Einzahlungen für ihr Solar-Gewerbe gebeten. An sich ein übliches Vorhaben: Die Kommanditisten finanzieren das Vorhaben und profitieren dann später von den Gewinnen. So kam in insgesamt elf Fällen die beträchtliche Summe von 226.500 Euro zusammen. Und ab diesem Punkt wird das Vorgehen strafrechtlich relevant.

Denn während die zumeist privaten Investoren den Beschuldigten das Geld überließen, seien davon keine gewinnbringenden Anschaffungen getätigt worden. „Die Angeklagten haben sich das Geld per Geschäftskonto-Vollmacht direkt wieder auszahlen lassen“, berichtet Dr. Steenbuck. Der Prozess läuft derzeit am Stendaler Amtsgericht und kann sich laut Angaben des Gerichtssprechers „noch eine Weile“ in die Länge ziehen.

Von Mike Höpfner

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