Investor seit Donnerstag im Besitz der Flächen des ehemaligen VEB Kfz-Instandhaltung Altmark

Abriss soll bis Jahresende starten

Geht alles nach Plan, werden diese beiden Hallen auf dem ehemaligen Gelände der Kfz-Instandhaltung an der Clausewitzstraße einem Neubau weichen. Rund sieben Millionen Euro will der Investor in den Gewerbestandort investieren.
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Geht alles nach Plan, werden diese beiden Hallen auf dem ehemaligen Gelände der Kfz-Instandhaltung an der Clausewitzstraße einem Neubau weichen. Rund sieben Millionen Euro will der Investor in den Gewerbestandort investieren.

Stendal. Auf dem Gelände der ehemaligen Kfz-Instandhaltung Altmark (KIK) an der Clausewitzstraße werden bald die Bagger anrollen. „Bis Jahresende soll mit den Abrissarbeiten angefangen werden.

“ Dies sagte Robert Richter, Aufsichtsratsmitglied der Avexus AG Köln, gegenüber der AZ. Am vergangenen Donnerstag hatte der Investor bei einer Zwangsversteigerung die Flächen erworben, bestätigte Richter. Auch wenn formal eine Einspruchsfrist von 14 Tagen bestehe, sei das „Thema durch“, meinte Richter. Bereits nach der Zwangsversteigerung habe der Investor das Gelände von der verwaltenden Bank übernommen und bereits erste Schritte zur Grundstückssicherung am Freitag in die Wege geleitet. „Wir haben auf dem Gelände Probleme mit Einbrüchen“, berichtete er. Aus diesem Grund werden die Objekte auf dem Gelände nun vom Wachschutz gesichert.

Was nun noch fehlt, sei Baurecht seitens der Stadt. Dies sollte bereits am vergangenen Montag während der Stadtratssitzung geschaffen werden. Aufgrund der bis zu diesem Zeitpunkt ungeklärten Eigentumsverhältnisse ließ Oberbürgermeister Klaus Schmotz die Beschlussvorlage von der Tagesordnung nehmen. Richter geht nun davon aus, dass der notwendige Beschluss binnen der kommenden 14 Tage vom Stadtrat gefasst werde.

Das Kölner Unternehmen plant auf dem gut 36 000 Quadratmeter großen Areal im ersten Schritt, einen Bau- und Einrichtungsmarkt mit einer Verkaufsfläche von rund 3200 Quadratmetern zu errichten. Dort will Tedox aus Fischbeck sein neues Domizil errichten (AZ berichtete). Dazu werden sich laut Richter noch ein Fachmarkt für Tiernahrungsmittel aus dem Münsterland und ein wohl auch ein Bettenlager gesellen. Beide Fachmärkte werden über eine Verkaufsfläche von unter 800 Quadratmeter verfügen. Damit die neue Halle errichtet werden kann, müssen zuvor die beiden alten Hallen nordöstlich auf dem Gelände weichen. Richter hofft, dass mit den Arbeiten noch in diesem Jahr begonnen werden kann. Der Neubau soll im kommenden Jahr fertiggestellt sein. Für die Bestandsmieter auf dem Areal, wird eine „Umsiedlungshalle“ hergerichtet, damit diese ihre Geschäfte auch während der Bauarbeiten fortführen können, erläutert das Aufsichtsratsmitglied. In weiteren Schritten werden laut Planungsunterlagen fünf Gebäude im zentralen südlichen Bereich des Geländes abgerissen, die große Halle im Westen, in dem sich ein Restpostenmarkt befindet, wird saniert. Auch eine gastronomische Einrichtung steht auf den Planungsunterlagen der rund Sieben-Millionen-Euro-Investition. Des Weiteren werden ausreichend Parkplätze auf dem Areal geschaffen.

Im Gespräch mit der AZ sagte Richter, dass auch andere Betriebe aus dem Bereich Fischbecks Interesse am Stendaler Standort bekundet hätten. Durch die Hochwasserkatastrophe im Sommer gelte der ostelbische Bereich als Überschwemmungsgebiet, was den Betrieben Probleme beim Versicherungsschutz bereite. Daraus würden sich bisher ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten ergeben, meinte Richter.

Von Matthias Kuhn

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