Arche.Net fühlt sich übergangen / Sandau: 60 Prozent müssen bis Freitag ans Netz, aktuell sind es 21

Internet-Streit um Mindestquoten

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Sandau. Im ostelbischen Sandau ist ein Internet-Streit entbrannt: „Arche. Net“ fühlt sich übergangen, will auch ins Breitband-Boot. Denn nur so könne in Sandau bis Freitag noch eine 60-prozentige Anschlussquote erreicht werden.

Die ist Bedingung für ein Breitbandnetz und damit schnelles Internet über den Zweckverband Breitband Altmark (ZBA). „Ist die Quote bis zum 26. Juni nicht erreicht, ist das Thema Breitband vom Tisch“, teilte Arche Netvision (kurz Arche. Net) gestern mit. Das Unternehmen weist darauf hin, dass 60 Prozent Anschlussquote noch in keiner altmärkischen Gemeinde erreicht worden seien.

Seit Januar schon wolle Arche.Net mit dem ZBA und dem Netzbetreiber DNS:NET sprechen und verhandeln, um als Provider mit angenommen zu werden. Schließlich werde die Glasfasertechnologie gefördert und der Betreiber DNS:NET sei verpflichtet, das Netz anderen Providern zur Verfügung zu stellen. Davon wolle Arche.Net gern Gebrauch machen.

„Internet in der Altmark ist mit dem Aufbau eines Funknetzes durch Arche Netvision überhaupt erst möglich geworden, doch nun soll Arche.Net anscheinend von der weiteren Entwicklung eines Breitbandnetzes mit Glasfasertechnologie ausgeschlossen werden“, empört sich das Unternehmen und verweist darauf, dass die Hilfe der Arche.Net die Chancen auf das Erreichen der Mindestanschlussquote von 60 Prozent deutlich erhöhen würde. Die derzeitige Quote in Sandau liege bei 21 Prozent.

Arche.Net begrüßt ausdrücklich die Planungen, den Landkreis Stendal mit schnellem Internet (Breitband) über Glasfaser zu versorgen und sagt dem ZBA seine volle Unterstützung zu, die dafür notwendige Abschlussquote von 60 Prozent zu erreichen. Nur gemeinsam schaffe man die Mindestquote und davon profitiere letztlich jeder.

Von Ulrike Meineke

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